02. Mai 2019, 21:25 Uhr

Blumen blühen, Ballons glühen

02. Mai 2019, 21:25 Uhr
Viel zu feiern gibt es fünf Jahre nach der Landesgartenschau, meinen (v. l.) Katharina Neumann, Axel Pfeffer, Gerda Weigel-Greilich und Monika Müller. (Foto: kw)

Gießen (kw). Gerade einmal neun Jahre ist es her, dass Bad Nauheim die Landesgartenschau ausrichtete. »Erschreckend, wie der Goldsteinpark heute aussieht. Da kümmert sich kein Mensch drum«, sagt Axel Pfeffer. Dass ein ehemaliges LGS-Gelände auch Jahre später noch von der Großveranstaltung profitiert, sei alles andere als selbstverständlich. Auch deshalb hätten die Gießener Grund, zu feiern: Hier werde die viel zitierte Nachhaltigkeit fünf Jahre nach der Landesgartenschau gelebt, unter anderem dank des Fördervereins Garten-Stadt Gießen, der seinen zehnten Geburtstag mit sage und schreibe 400 Mitgliedern begeht. Nun steht das Programm für das zwölftägige »Jubiläums-Gartenfest« vom 30. Mai bis zum 10. Juni im Stadtpark Wieseckaue.

Pfeffer und Stadträtin Gerda Weigel-Greilich, beide stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, hoben beim Pressegespräch die positiven Folgen der Gartenschau hervor. Vorher-Nachher-Fotos werden sie den Besuchern zwischen Himmelfahrt und Pfingsten vor Augen führen. Vom Bahnhofsvorplatz bis zur zugeschütteten Unterführung an der Ostanlage, vom Rübsamen-Steg bis zur Strandbar am Neuen Teich: Viele jüngere Zugezogene »wissen ja gar nicht mehr, wie es früher aussah«, sagt Weigel-Greilich.

Dass das Aufhübschen keine einmalige Sache war, sei vielen Akteuren zu verdanken, betonen beide Vereinsvertreter: Den ehrenamtlichen »grünen Engeln«, die einige Bereiche wie den Quellgarten an der Theodor-Litt-Schule pflegen. Den Fördervereinsmitgliedern, die die stetige Weiterentwicklung des Parks unterstützen. Dem seit zehn Jahren unveränderten Vorstand mit Wilfried Behrens an der Spitze (»die Chemie stimmt«). Der Stadtpolitik, die jedes Jahr 100 000 Euro mehr als früher für Instandhaltung und Investitionen im Stadtpark investiert. Und den Mitarbeitern des städtischen Gartenamts, die, unterstreicht Pfeffer, das Gelände mit einem »Enthusiasmus« betreuen, der das Behörden-Image Lügen straft.

Man bewahre den beschaulichen Charakter der »Oase« in der Wieseckaue, auch mit Rücksicht auf die Anwohner. Das Jubiläumsfest – kostenlos zugänglich – sei eine Ausnahme, biete aber »keine große Show«, sondern eine »kleine gesunde Mischung«.

Organisiert von der stellvertretenden Gartenamtsleiterin Katharina Neumann sowie Eventmanagerin Monika Müller, gibt es ein umfangreiches Programm an beiden langen Wochenenden. Auf der Bühne stehen fast ausschließlich heimische Musiker. Das Spektrum reicht vom Fanfarenzug Hansa über die Bands April Art, Second Generation oder Lebendig bis zu Ingi Fett und der Gruppe Heinrich, die nach ihrem Auftritt alle zum »Rudelsingen« auffordert. Kinder können sich vergnügen bei Spielen, Kaspertheater oder einer Seifenblasen-Mitmach-Show. »Food Trucks« sorgen für ein vielfältiges Speisenangebot. Die Kirchen gestalten Gottesdienste und Andachten. Ein optischer Höhepunkt der »kleinen Gartenschau« soll das »Ballonglühen« am 8. Juni werden.

Die ganzen zwölf Tage lang kehren im kleinen Maßstab Gartenschauelemente wie Themenbeete oder ein »Blumen-Wohnzimmer« in den Stadtpark zurück. Schulklassen und andere Interessierte bauen einen »Holztierzoo«, der »Hessens größtes Naturkunstwerk« werden soll. Details im Internet unter www.foerderverein-garten-stadt-giessen.de.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Axel Pfeffer
  • Blumen
  • Event-Manager
  • Fördervereine
  • Gartenschauen und Gartenausstellungen
  • Geburtstage
  • Gerda Weigel-Greilich
  • Gießen
  • Mitglieder
  • Nachhaltigkeit
  • Pfeffer
  • Zitate
  • Karen Werner
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen