09. September 2013, 11:58 Uhr

Bilderbuchtage klingen mit Fredrik Vahles Liedern aus

Auch die in den 1980er Jahren geborenen Jungeltern haben ihren Spaß bei der letzten Veranstaltung der begeistert aufgenommenen Bilderbuchtage in diesem Jahr.
09. September 2013, 11:58 Uhr
»Wer bezwingt den mächtigen Tiger?: Fredrik Vahle und Dietlind Grabe-Bolz kennen die Antwort – und viele Jungen und Mädchen ebenfalls. (Foto: sis)

»Der Cowboy Jim aus Texas, der tags auf seinem Pferd saß, hat einen Hut aus Stroh und darin saß ein Floh« – Auch die in den 1980er Jahren geborenen Jungeltern haben ihren Spaß bei der letzten Veranstaltung der begeistert aufgenommenen Bilderbuchtage in diesem Jahr. Gemeinsam mit Dietlind Grabe-Bolz stimmt Fredrik Vahle hauptsächlich altbewährte Titel wie »Anne Kaffeekanne« und das Lied von »Ayse und Jan« über Fremdenhass an. Doch zunächst freut sich der Liedermacher über ein Wiedersehen mit dem Spielwarengeschäft Fuhr, welches als einer der ersten Betreiber die Musik von ihm und seiner Gesangskameradin verkaufte. Auf dem Stierhorn bläst der 71-jährige Musiker einen Gruß zum Auftakt, in den Grabe-Bolz einstimmt. Auch die Triangel und das Gitarrenbaby namens Ukulele kommen gekonnt zum Einsatz – dieser Witz ist doch den meisten Fans schon bekannt. Auch die Tatsache, dass Vahle vermeintlich neben Spanisch auch des Türkischen und Russischen mächtig ist. Auf Griechisch schließlich singt er auf die Melodie des rennenden Augustins einen Vers, auf Englisch »My Bonnie is over the ocean«, gekrönt von »Der Kuckuck und der Esel«, welches die vorderen Reihen beherzt mitsingen. Die Gratwanderung zwischen Geschichten erzählen, Singen, Klangcollagen und kleinen Scherzen beherrscht Vahle eben schon lange und gewinnt auf diese Weise einerseits die ganz Kleinen, andererseits jene, die mit der Anne Kaffeekanne ihre eigene Kindheit verbinden. »Wie die Zykaden geigen, ist ihnen ganz zu eigen« singen Grabe-Bolz und Vahle im Duett. Gerne hätte man noch einen Klassiker mit Kinderbegleitung gehört, wie auf den ganz alten Kassetten auf dem Speicher, doch auch so profitiert der Auftritt vom musischen Talent der Oberbürgermeisterin.

Die Geschichte der Schildkröten Fischbrötchen und Emma sorgt wie gewohnt für gute Laune. Die Kuh hat am Po einen Strick und im Mund einen Waschlappen. Ganz zu schweigen von dem Handschuh zwischen ihren Beinen. Mit dem Rhythmusspiel »Wer bezwingt den mächtigen Tiger?« endet dann bei den ersten Zuhörern leider die Aufmerksamkeitsspanne. Es wird unruhig im Spielwarenparadies. Jedoch ohne den Oberförster, der die Pantoffeln zur Tagesschau braucht und einen ausgelassenen Katzentatzen-Tanz lässt uns das altbewährte Duo nicht gehen. Gummibärchen und Tröten für alle gibt es auch noch auf dem Weg nach draußen. Das war ein schönes kleines Familienfest mit der Schatzkiste von Vahle und eine wunderbar organisierte Bilderbuchwoche von Uwe Lischper. Jippijeh! sis



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