24. Juni 2019, 21:31 Uhr

Bester Schnitt der Geschichte

24. Juni 2019, 21:31 Uhr
Rektor Stefan Tross (l.) und Studienleiter Ralph Seibel (r.) ehren die Jahrgangsbesten (v. l.) Ekin Yesilcimen (1,2), Lucian Schäfer, Mark Pradja, Moritz Haas (alle 1,1), Marlene Alt (1,0), Gisela Maruschka, Kevin Reining (beide 1,1). (Foto: ige)

»Wählen Sie weiterhin G8!«, appellierte der Rektor der Herderschule, Stefan Tross, am Samstagvormittag bei der Verabschiedung an die Abiturienten und gab sich überzeugt: »Nur eine Sie fordernde berufliche Ausbildung wird Sie gut auf den späteren Beruf vorbereiten.«

40 Abiturienten mit einem Notendurchschnitt von 2,09 - den besten in der Herderschulenchronik - erhielten das Reifezeugnis. »G8 war meiner Meinung nach damals die richtige Entscheidung, als das eingesparte Schuljahr eingeführt wurde.« Zum »Leidwesen« von Tross hätten sich in den letzten Jahren aber nur jeweils eine Handvoll Interessenten für das »eingesparte Schuljahr« entscheiden können. »Schweren Herzens« habe er den Antrag auf Abschaffung von G8 stellen müssen.

Bundeskanzler von Herderschule

Studienleiter Ralph Seibel erinnerte an den der Verabschiedung vorgeschalteten Gottesdienst. »Da war von einem geschlüpften Vogel die Rede, der sich aus seiner Eierschale herausgepickt, hinausgeschaut und sich wieder in die schützende Umgebung zurückgezogen hatte.« Und Seibel fragte: »Was sehen wir da heute? Fast nichts als riesige Herausforderungen. In Bezug auf »die allesamt überalterten politischen Parteien forderte er. »Machen Sie den Durchmarsch! Einen Ex-Herderschüler als derzeitigen Ministerpräsidenten in Hessen haben wir schon. Vielleicht irgendwann auch einen künftigen Bundeskanzler«, sinnierte er.

Was den Arbeitsmarkt der Zukunft betreffe, sei da viel Positives zu vermelden. »Viele Firmen werden um Sie werben«, gab Tross sich überzeugt. Augenzwinkernd fügte er hinzu: »Es sei denn, Sie haben Kunstgeschichte studiert.«

Aus dem Nähkästchen plauderte bei seinen Abschiedsworten Brian Defosse als Sprecher der Abiturienten. Erfahrungen mit anderen Menschen, ob Mitschüler oder Lehrer, wären durchaus bereichernd gewesen. Silvia Jung vom Elternbeirat sprach den Abiturienten Mut zu: »Verlieren Sie nie den Glauben an sich selbst und bleiben Sie sich treu!« Das Leben sei schön. Und gebe es im Leben mal Zitronen, »dann fragen Sie nach Tequila!«

Cyrill Schacht und Inge Reich würdigten 21 der insgesamt 40 Abiturienten für besonderes schulisches Engagement. Acht Schüler wurden von Corinna Schwarz ausgezeichnet für das zusätzlich erworbene IB (International Baccalaureate Diploma).

Zehn MINT-Abiturpreise gingen an sieben Abiturienten: in Chemie an Marlene Alt, Moritz Haas, Mark Pradja und Lucian Schäfer, in Physik an Moritz Haas, Kevin Reining und Ekin Yesilcimen, in Mathematik an Mark Samuel, Kevin Reining sowie Ayla Stehling. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Duo Tom Feldrappe und Michel Weiss (Querflöte und Flügel).

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