31. März 2009, 22:42 Uhr

Behrens ist »Botschafter« der Landesgartenschau

Gießen (mö). Ein Profi aus der Wirtschaft soll für die Landesgartenschau 2014 in Gießen in den nächsten Jahren als »Botschafter« werben. So stellte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich am Montagabend in der Aula der Max-Weber- und Friedrich-Feld-Schule den ersten 1. Vorsitzenden des »Fördervereins Landesgartenschau 2014 Gießen« vor.
31. März 2009, 22:42 Uhr
Der Vorstand des Fördervereins zur Landesgartenschau (v.r): Vorsitzender Wilfried Behrens, seine Stellvertreter/in Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und Axel Pfeffer sowie Schatzmeister Wolfgang Keil. (Foto: mö)

Gießen (mö). Ein Profi aus der Wirtschaft soll für die Landesgartenschau 2014 in Gießen in den nächsten Jahren als »Botschafter« werben. So stellte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich am Montagabend in der Aula der Max-Weber- und Friedrich-Feld-Schule den ersten 1. Vorsitzenden des »Fördervereins Landesgartenschau 2014 Gießen« vor. Es handelt sich um Wilfried Behrens, den langjährigen Chef von Karstadt, der während dieser Tätigkeit viele Innenstadt-Aktivitäten außerhalb seines Hauses angeschoben und mitgestaltet hatte. »Ich will einen Beitrag leisten und Gießen dabei helfen, sich zu verschönern«, sagte Behrens. Seine Stellvertreter sind Weigel-Greilich und »Schlammbeiser« Axel Pfeffer, den wichtigen Posten des Schatzmeisters übernahm mit Wolfgang Keil aus dem Vorstand der Sparkasse ebenfalls ein Mann vom Fach. Von den knapp 100 erschienenen Interessenten trugen sich die Hälfte als Mitglieder des neuen Vereins ein.

Allerdings führte das Verfahren der Vereinsgründung vorgestern Abend zu Irritationen und Unmut. Die meisten Anwesenden wähnten sich auf der Gründungsversammlung, sahen sich dann aber mit der Tatsache konfrontiert, dass es bereits zu einer Vorgründung gekommen war, der Vorstand weitgehend feststeht und eine fertige Satzung vorliegt. Einige Bürger fühlten sich überrumpelt und verließen verärgert die Aula.

Weigel-Greilich erklärte, dieses Vorgehen sei dem deutschen Vereinsrecht geschuldet. Ohne Vorgründung hätte es keine Satzung gegeben. »Wir wollten vermeiden, dass es heute Abend zu einer riesigen Satzungsdiskussion kommt.« Eine Hauptversammlung im kommenden Herbst biete jede Möglichkeit, Änderungen an der Satzung vorzunehmen. Aus dem Gründungsvorstand zogen sich schließlich zwei Beschäftigte der Stadtverwaltung zurück, um Pfeffer und Keil Platz zu machen. Beide erhielten bei ihrer Wahl durch die anwesenden 49 Gründungsmitglieder keine einzige Gegenstimme. Der Vorstand bleibt zwei Jahre im Amt.

Weigel-Greilich sagte, der Förderverein solle »die Öffnung für die Bevölkerung sein« und die Durchführungsgesellschaft sowie die Stadt als »aktiver Partner« begleiten. Als Vereinsziele gibt die Satzung daneben an, die Vorbereitungen der Landesgartenschau 2014 zu unterstützen und mitzugestalten, dies insbesondere durch die Förderung »einer positiven Meinungsbildung in der Öffentlichkeit«. Dies soll durch regelmäßige Informationen und Veranstaltungen sowie durch die Gewinnung von Mitgliedern und Sponsoren erreicht werden. Weiteres Ziel ist die Förderung insbesondere solcher Projekte, die eine »nachhaltige Nutzung der Anlagen und Einrichtungen« über das Jahr 2014 hinaus garantieren. Der Verein strebt die Gemeinnützigkeit an und soll parteipolitisch und konfessionell unabhängig sein. Der Mindesjahresbeitrag beträgt 30 Euro; Schüler, Studierende und Gießen-Pass-Inhaber zahlen die Hälfte.

Beraten werden soll der Verein von einem Beirat, dem Experten und Vertreter gesellschaftlicher Organisationen angehören sollten. Erste Vorschläge aus der Versammlung nahm Schriftführer Michael Bassemir auf. Vorgeschlagen wurden unter anderem Landschaftsökologin Prof. Annette Otte von der Justus-Liebig-Universität, Mechthild Sörries und Markus Labasch als Vertreter der Agenda-Gruppen und Rüdiger Baumgart, Vorsitzender des Kreisverbandes für den Obstbau, der Garten- und Landschaftspfleger. Erwartet in dem Beirat werden zudem Repräsentanten der BID-Vereine und der Kirchen.

Der Verein selbst strebt an, seine Mitgliederzahl bis zum Jahresende zu verzehnfachen. Dies zumindest will Axel Pfeffer erreichen: »Wir müssen die Menschen mobilisieren, damit die Landesgartenschau ein Erfolg wird.«

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