16. Oktober 2018, 22:16 Uhr

Beatbox in der Beta Box

Groß und Klein waren eingeladen. Und nicht nur die Jüngsten staunten nicht schlecht beim »River Tales Culture Jam« im Neuen Schlachthof.
16. Oktober 2018, 22:16 Uhr

Gleich zwei Breakdance-Truppen sausten durch die Gegend, der preisgekrönte Marburger Beatboxer Babeli verblüffte die Zuhörer, und später spielten die »Gebrüder Gold« auf. Ein Riesenspaß, fanden nachher alle. Und der Eintritt war frei.

Das Ganze fand statt, wo normalerweise an Schreibtischen gearbeitet wird, im Gründerzentrum »Beta Box« im ersten Stock der Gottfried-Arnold-Str. 3A. »Wir wollten im Rahmen der River Tales Räume beleben, die man sonst nicht so wahrnimmt«, betont Kai Krieger von den veranstaltenden »3Steps«.

Es tanzten »Style Department« aus Gießen und die »Funky Harlekinz« aus Marburg, zwei professionell wirkende Ensembles. Zum rhythmusbetonten Soundtrack schoben sich die Männer elegant auf die Tanzfläche, um dann mit ihrer kraftvollen, auch akrobatisch sehenswerten Performance zu beginnen. Drehen, springen und Verweilen in den unmöglichsten Posen gehörten dazu, und natürlich absurde Verrenkungen des Körpers, oft im Rhythmus der Musik. Sie traten jeweils nur kurz auf, dann kam der nächste, aber die Show war rund und ausführlich, die Bandbreite erstaunlich. Es war Akrobatik, Tanz und Bodenturnen in einem, und der Abwechslungsreichtum war beeindruckend.

So war es auch beim zweiten Hauptspaß des Abends, dem preisgekrönten Beatboxer Babeli aus Marburg, er ist doppelter deutscher und Europameister. Mit atemberaubender Geschwindigkeit erzeugte er Melodie, Rhythmus und Begleitung durch verschiedenste Instrumente nur mit seiner Stimme. Und das in schwindelerregendem Tempo und mit unerschütterlicher Konzentration: Eine ganze Band war da zu hören, während Babeli agierte, das grenzte an Zauberei. Es gab Riesenbeifall, genau wie für die ungemein sympathischen Breakdancer.

Gelöste Stimmung

Die Gebrüder Gold aus Bochum folgten. Sänger und Gitarrist Oliver Kallarch (früher Student in Gießen), Alex Möller und Joni Gravenhost an Schlagzeug und Keyboard spielten einen entspannten Liedermacher-Rock, der durch seine intelligenten und harmonischen Texte auffiel. In der Triobesetzung (sie sind ein Quartett) agierten sie stimmungsvoll, aber zurückhaltend und differenziert, und Kallaus moderierte überaus freundlich und aufgeweckt.

Alle waren ganz entspannt und unhektisch, die Besucher hatten sichtlich ihren Spaß, die gezeigten Acts waren durchweg niveauvoll und mitreißend, es herrschte ein richtiges Festivalklima. Später legten Beatboxer Babeli und die Tänzer noch eine ausführliche Nummer zusätzlich aufs Parkett, die Breakdancer verlängerten dann gut gelaunt – und bei bester Kondition – noch mal ein bisschen. Man konnte die gute Stimmung förmlich greifen. Hinterher gegen neun ging’s zur After-Show-Party in die benachbarte Kneipe »Who killed the pig«. (Foto: bf)

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