18. April 2019, 10:02 Uhr

Neustädter Tor

Bauarbeiten in Galerie Neustädter Tor: So verändert sich die »Mall« in Gießen

In der Galerie Neustädter Tor wird aktuell gebaut. Das Obergeschoss wird für sechs Monaten zur Baustelle. Weitere Vorhaben folgen. Ein neuer Ankermieter steht ebenfalls bereits fest.
18. April 2019, 10:02 Uhr
So soll die Galerie Neustädter Tor einmal aussehen, wenn der Umbau inklusive Fassadenerneuerung im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen sein wird. (Abbildung: Prelios Management)

Wer zu Beginn dieser Woche beim Einkaufsbummel in der Galerie Neustädter Tor (GNT) unterwegs war, stand im ersten Obergeschoss plötzlich vor einer hohen provisorischen Wand, nur eine kleine Tür stand offen. Wer durch die weiterging, dem fielen womöglich beim Blick nach unten ins Erdgeschoss die sechs großen roten Stahlträger auf, die wie von Geisterhand in die großen Auslassungen eingezogen worden waren. »Die sind nachts eingebaut worden. Zwischen 20 und 21 Uhr ging es los, gearbeitet wurde immer bis sechs oder sieben Uhr morgens. Pro Träger eine Nacht«, beschreibt Center-Managerin Fabiola Peiniger den aufwendigen Arbeitseinsatz.

 

Galerie Neustädter Tor Gießen: Umbau im laufenden Betrieb

Es ist eine Operation am offenen Herzen, die das Unternehmen Prelios Management in den nächsten eineinhalb Jahren durchführen will, um die kriselnde Gießener »Mall« fit für die Zukunft zu machen. »Eine Mall im laufenden Betrieb umzubauen, ist die Champions League der Bauplanung«, sagte Prelios-Geschäftsführer Martin Mörl im vergangenen September, als das Unternehmen aus Hamburg in einer Sitzung des parlamentarischen Bauausschusses das Zukunftskonzept vorstellte.

 

Galerie Neustädter Tor Gießen: FitX eröffnet, Woolworth soll kommen

Nachdem im vergangenen Jahr bereits einige große und mittelgroße Mieter innerhalb der Galerie umgezogen waren, damit Gestaltungsraum für die baulichen Veränderungen entsteht, folgte zu Jahresbeginn die Eröffnung des Sportstudios FitX im zweiten Obergeschoss. Nun geht es auf der Ebene darunter, die besonders im Übergangsbereich von den Leerständen betroffen war, weiter. Die beiden großen Deckenöffnungen, wo jetzt die Träger eingebaut wurden, werden geschlossen. Hier wird sich das Unternehmen Woolworth als neuer Ankermieter mit einer Filiale niederlassen.

 

Galerie Neustädter Tor Gießen: Schritte mit Mietern besprochen

Die beiden provisorischen Schutzwände an den Enden des Übergangs schotten die Baustelle gegen den Betrieb des Einkaufszentrums ab, nach unten wird die Baustelle durch eine Box abgesichert. »Sicherheit ist das Gebot Nummer eins«, betont Center-Managerin Peiniger. Im Vorfeld der Maßnahme, für die etwa sechs Monate veranschlagt werden, habe es intensive Abstimmungen mit Bauämtern und der Feuerwehr gegeben. Das städtische Bauordnungsamt hatte den Umbau bereits im vergangenen Herbst genehmigt. Auch mit den Mietern würden alle Schritte besprochen, die Erreichbarkeit der Geschäfte bleibe zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

 

Galerie Neustädter Tor Gießen: Neuer Eingang zur Neustadt

Ungeachtet der einen oder anderen Verzögerung bleibt es laut Peiniger bei dem Fahrplan, den Prelios im September im Bauausschuss vorgestellt hatte: »Der ist immer noch aktuell.« Danach ist als nächster großer Bauabschnitt die Öffnung zur Neustadt hin geplant. Das Fehlen eines zweiten Haupteingangs hatten die Prelios-Manager als ein Manko der Ladengalerie ausgemacht. »Der Zugang bei H&M vom Oswaldsgarten aus wird von den Kunden nicht als Haupteingang wahrgenommen«, bestätigt Peiniger. Um Platz für den seitlichen Zugang zu schaffen, zogen Ende vergangenen Jahres zwei größere Boutiquen quasi nach links Richtung »Food Court« um. Der Eingang zu H&M bleibt aber erhalten.

 

Galerie Neustädter Tor Gießen: Zweiter »Foodcourt« kommt

Einen zweiten Bereich mit Gastronomie-Angeboten als Frequenzbringer wird es künftig auch auf der oberen Ebene im Bereich über dem Haupteingang am Pfarrgarten geben. Dort ist eine Außenbewirtschaftung geplant, die die Aufenthaltsqualität der Galerie erhöhen soll. Letzter Schritt wird dann die Umgestaltung der Fassaden sein. Sie sollen mit einer Lochgitterblende optisch attraktiver gestaltet werden, wobei die Mieter-Logos künftig gruppiert und nicht mehr überall an den Wänden verstreut sein werden. Laut Peiniger werden sich die Bauabschnitte auch überschneiden. Sie hofft, dass der Umbau in etwa eineinhalb Jahren über die Bühne gegangen sein wird.

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