07. Dezember 2018, 22:08 Uhr

Austausch im Erzählcafé

07. Dezember 2018, 22:08 Uhr

Das Kooperationsprojekt »The Future of Labour – Arbeitswelten rund um die Geburt zukunftsfähig gestalten!« der Justus-Liebig-Universität gehört zu den Siegern des Hochschulwettbewerbs zum Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft. Der Wettbewerb will den direkten Dialog zwischen jungen Forschern und der Öffentlichkeit vorantreiben und dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform bieten. Dabei sollten Kommunikationskonzepte den eigenen Forschungsbereich auf möglichst interaktive Art und Weise verständlich machen. 15 Projekte waren im April ausgewählt und mit jeweils 10 000 Euro gefördert worden. Das Gießener Projekt ist eines von drei Vorhaben, die die Jury nach Abschluss am meisten überzeugt haben.

Das Forschungsprojekt der Politikwissenschaftlerin Dr. Tina Jung beschäftigt sich mit dem Thema Geburt – einem Arbeitsbereich, der sich in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem durch Technisierung, Modernisierungen, neues Wissen und veränderte Arbeitsbedingungen tiefgreifend gewandelt hat. Die Zukunft der Arbeit rund um die Geburt gehört mittlerweile zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen: »Gesundheit rund um die Geburt braucht nicht nur gute Versorgungsstrukturen, sondern auch gute Arbeitsverhältnisse für diejenigen, die sich um Schwangere, Gebärende, Neugeborene und ihre Familien kümmern«, sagt Tina Jung.

»To be in labour« bedeutet im Englischen auch »in den Wehen liegen«. In ganz Deutschland veranstaltete das Projektteam diverse Erzählcafés, das heißt moderierte Gruppengespräche in öffentlichen Räumen, in deren Mittelpunkt die persönliche Erfahrung steht. Dort trafen sich alle, die beruflich mit Geburten zu tun haben: Hebammen, Forschende, Ärzte, Pflegekräfte, soziale und beratende Berufe sowie Eltern. Ziel des Projekts war es, Fachwissen und Erfahrungswissen an einen Tisch zu bringen, um sich über den Wandel des Berufsfeldes durch Wissenszuwachs und technische Veränderungen auszutauschen.

Zu dem Team gehören Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und Hochschulen. Es setzt auf die Interdisziplinarität zwischen Sozial- und Kulturwissenschaften einerseits und Medizin, Gesundheits- und Hebammenwissenschaften andererseits – sowie den Dialog mit Praxis und Gesellschaft.

Mit dem Hochschulwettbewerb ruft »Wissenschaft im Dialog« junge Forscher zum direkten Dialog mit der Öffentlichkeit auf. Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag sollen sie ihre Forschung nicht nur verständlich machen, sondern auch zeigen, warum sie für die Gesellschaft wichtig ist.

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