18. November 2018, 18:26 Uhr

Conny-Nix-Preis

Ausgezeichnet: Kristina Hänel und Mädchenprobierwerkstatt

18. November 2018, 18:26 Uhr
Die Preisträgerinnen um die Ärztin Kristina Hänel (3. v. l.) sowie Chloé Cerri und Friederike Meyer (5. u. 6. v. l.) mit Gerhard Freiling, Ines Nix (r.) und Monika Mootz (2. v. r.) von der Cornelia-Patricia-Nix-Stiftung. (Foto: csk)

Manch ein Prophet kommt lieber als Gänseblümchen daher und nicht etwa als Lotusblüte. Prophetie und Floristik standen bei der Verleihung des Conny-Nix-Preises am Freitag zwar nicht in ihrem wörtlichen Sinne im Mittelpunkt. Als Leitmotive dominierten beide Felder die Feierstunde in der Jugendwerkstatt aber sehr wohl. So freute sich die Gießener Ärztin Kristina Hänel ganz besonders, »weil es der Prophet im eigenen Land ja normalerweise schwer hat«. Und die ebenfalls ausgezeichnete Mädchenprobierwerkstatt bezeichnete Monika Mootz von der Cornelia-Patrica-Nix-Stiftung als »echtes Gänseblümchen«.

Sie spielte damit an auf einen Conny Nix zugeschriebenen Satz an. Die ehemals in der Frauenförderung beim Zentrum für Arbeit und Umwelt Gießen tätige und 2004 verstorbene Nix soll gesagt haben: »Unser Ziel ist es, aus jeder Frau eine Lotusblüte zu machen, aber ein Gänseblümchen ist auch was Schönes.« Heute rangiert dieses Bonmot unter den Leitsprüchen der zu ihrem Andenken gegründeten Stiftung. Mit Leben füllten es nicht zuletzt die Empfänger der seit 2008 verliehenen, mit 1000 Euro dotierten Auszeichnung, sagte Mootz.

Vorsitzender Gerhard Freiling beschrieb die Mädchenprobierwerkstatt der Jugendwerkstatt als »thematisch hochaktuelles« Projekt, das »Unterstützung und öffentliche Anerkennung verdient« habe. An Vormittagen nutzen in erster Linie Schülerinnen die Werkstatt, um dort im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts den Umgang mit Handmaschinen und Werkzeugen zu lernen.

Kristina Hänel erhalte den Preis indes für »die Zivilcourage und das Durchhaltevermögen«, mit dem sie sich für Frauen in schwierigen Situationen einsetze, betonte Laudatorin Sabine Fink. Hänel war wegen Verstoßes gegen Paragraf 219a des Strafgesetzbuches verurteilt worden, weil sie auf ihrer Homepage angibt, medizinische Informationen über Schwangerschaftsabbrüche anzubieten. Der Fall stieß eine bundesweite Debatte über das Thema an.

Eröffnet wurde die Feier mit rhythmischen Trommelklängen der Kulturgruppe »Die Welt« der AWO-Jugendhilfe.

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