Stadt Gießen

Angriff der Türkei auf Kurdistan kritisiert

Einige Ordner mussten Westen mit dem verbotenen Bild Abdullah Öcalans ausziehen, danach gab es keinerlei Zwischenfälle bei einer Demonstration am Freitagabend am Kugelbrunnen. 150 Menschen nicht nur kurdischer Abstammung geißelten erneut den »Überfall« des türkischen Militärs auf die Region Afrin.
02. Februar 2018, 21:32 Uhr
Karen Werner
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Leuchtender Appell: Rund um ein Friedenszeichen aus Kerzen demonstrieren 150 Menschen für Kurdistan. (Foto: Schepp)

Einige Ordner mussten Westen mit dem verbotenen Bild Abdullah Öcalans ausziehen, danach gab es keinerlei Zwischenfälle bei einer Demonstration am Freitagabend am Kugelbrunnen. 150 Menschen nicht nur kurdischer Abstammung geißelten erneut den »Überfall« des türkischen Militärs auf die Region Afrin.

»Ich schäme mich für die deutsche Regierung«, sagte der Gießener Grünen-Vorsitzende Klaus-Dieter Grothe. Afrin sei ein Beispiel für das friedliche Zusammenleben verschiedener Volksgruppen. Das wolle das Erdogan-Regime zerstören. Der Angriff sei der »Beginn eines Völkermords« und eine Gefahr für ganz Europa. »Viele Deutsche stehen an der Seite des kurdischen Volkes.«

Die Bundesregierung müsse ihre Waffenlieferungen an die Türkei einstellen und Wirtschaftssanktionen verhängen, forderte Mehmet Tanriverdi von der Kurdischen Gemeinde. Die Bündnispartner sollten »die Türkei aus der NATO rausschmeißen«.

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