26. Oktober 2010, 17:58 Uhr

»Amadeus«: Konkurrenzkampf zweier Komponisten

»Das ist keine authentische Biografie«, warnt Regisseurin Astrid Jacob. »Wer die Biografie wissen will, soll sich ein Buch kaufen!«, sagt sie und nennt Peter Shaffers Drama »Amadeus« ein toll erfundenes Werk, einen Künstlerkrimi.
26. Oktober 2010, 17:58 Uhr
Regisseurin Astrid Jacob, 1. Kapellmeister Herbert Gietzen, Schauspieldramaturgin Nina Sahm und Kostümbildnerin Tina Hempel (v. l.) beim gestrigen Pressegespräch. (Foto: Schepp)

Auch will sie sich gar nicht erst mit dem bekannten Film von Milos Forman messen. Im Übrigen schrieb Shaffer zuerst das Bühnenstück, das 1979 erfolgreich in London uraufgeführt wurde, dann fünf Jahre später das Drehbuch zum Film.

Opulent fallen in Jacobs Inszenierung lediglich die Kostüme aus, die Tina Hempel farbenfroh für den abstrakten Raum von Lukas Noll kreiert hat. Roman Kurtz wird den Salieri spielen, Corbinian Deller ist als frecher, rüpelhafter Mozart zu sehen. »In Wahrheit war er ein gebildeter, weit gereister Mann«, stellt die Gastregisseurin im gestrigen Gespräch mit der Presse klar. Und auch Salieri galt in seiner Zeit als anerkannter Komponist. Geschickt hat sich der Autor dieser beiden Künstlerkarrieren bedient, um sein packendes Stück über Neid und Intrigen, über Genie und Mittelmaß, aber auch über das Verhältnis zu Gott zu formulieren.

Für die musikalische Einrichtung - es gibt viel von Mozart, aber auch ein Werk von Salieri zu hören - hat Herbert Gietzen gesorgt. Das Schauspiel hat am kommenden Samstag um 19.30 Uhr seine Premiere im Großen Haus des Stadttheaters.

man



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