21. Mai 2010, 19:08 Uhr

Am 29/30. Mai: Festival, Experimente, Aktionen und Stargast Willi

Gießen (pd). Auf viele interessante Veranstaltungen und Vorführungen zwischen Mathematikum und Brandplatz freuen können sich die Gießener: Am nächsten Wochenende (29./30. Mai) präsentiert sich dort die "Stadt der jungen Forscher 2010". Stargast ist der bei Kindern beliebte Fernsehmoderator Willi Weitzel.
21. Mai 2010, 19:08 Uhr

»Kommt der Willi wirklich?« Wenn Sadullah Gülec wissen möchte, ob eine Veranstaltung bei Kindern wirklich ankommt, dann muss der Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH nur auf die Reaktionen seiner sechs und neun Jahre alten Töchter achten. Für die beiden steht der Auftritt von »Willi wills wissen«-Moderator Willi Weitzel am kommenden Wochenende ganz klar im Mittelpunkt. Doch die »Stadt der jungen Forscher 2010« hat zum Finale ihres im vergangenen Juni errungenen Titels nicht nur den TV-Star zu bieten, der am Sonntag um 13 Uhr auf der Kirchenplatz-Bühne Schüler und Wissenschaftler interviewt. Am Wochenende vom 28. bis 30. Mai stehen außerdem die Fachtagung »Keine Angst vor Wissenschaft!«, das Wissenschaftsfest im Mathematikum, das Festival der jungen Forscher mit der Präsentation schulischer Projekte, die »Straße der Experimente«, die Familien-Forscherwerkstatt sowie Aktionen und Präsentationen im Botanischen Garten auf dem Programm. Nicht zuletzt wird auf der Kirchenplatz-Bühne am Sonntag eine bunte und anspruchsvolle Mischung vom Gottesdienst über eine experimentelle »Promi-Runde« bis zum abendlichen Festival-Ausklang unter dem Motto »Gießen rockt« geboten.

Daran, dass das kommende Wochenende zum absoluten Höhepunkt für die »Stadt der jungen Forscher 2010« werden wird, ließen am Freitag auch die Organisatoren des Festivals keinen Zweifel. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zeigte sich sicher, dass Gießen mit seinem attraktiven und vielfältigen Programm »auch überregional Aufsehen erregen wird«. Das Fest werde »Wissenschaft zum Anfassen« bieten, versprach die OB.

Als Universitätspräsident freue er sich sehr, dass es Gießen gelungen sei, »Stadt der jungen Forscher 2010« zu werden, sagte Prof. Joybrato Mukherjee. Es liege auch im Interesse der Hochschule, die Begeisterung für Forschung und Wissenschaft möglichst früh zu wecken. Die Justus-Liebig-Universität sei in der Spitzenforschung sehr gut positioniert, sagte Mukherjee mit Hinweis auf die zum 1. Juli bewilligten neuen Sonderforschungsbereiche. Wenn am kommenden Wochenende junge Menschen ihre Forschungsergebnisse bei einem Festival präsentieren, »dann sind das zwei Seiten derselben Medaille«. Froh sei er darüber, dass unter dem Motto »Physikerinnen gesucht« auch das Thema Frauen in Naturwissenschaften behandelt werde.

Prof. Axel Schumann-Luck bezeichnete das Festival als »klares Bekenntnis« der Region, Forschung und Entwicklung auch in Zukunft voranzutreiben. Die Präsentation von 31 schulischen Forschungsprojekten sei der richtige Ansatz, so der Vizepräsident der Fachhochschule Gießen-Friedberg. »Kinder sind immer auch Forscher.« Aufgabe der Erwachsenen sei es, klare und positive Signale zu senden. Auch die Fachhochschule arbeite immer stärker mit Schulen und Kindergärten zusammen.

Für Jens Ihle ist es »beispielhaft, wie hier die Kräfte zusammenarbeiten«. Der Regionalmanager des Vereins »Mitte Hessen« erklärte, Mittelhessen habe sich als Bildungs- und Wissensstandort profiliert. Alle Beteiligten hätten verinnerlicht, wie wichtig es sei, vernetzt zu agieren.

Auch Gülec bezeichnete die ausgeprägte Kooperation aller Beteiligten in Gießen als »Schlüssel zum Erfolg«. Dass die Stadt mit wenigen Mitteln viel erreichen kann, habe sie bereits im vergangenen Jahr gezeigt, als sich Gießen im Finale der »Stadt der jungen Forscher« gegen die Konkurrenz aus Stuttgart und Kiel durchgesetzt hatte und für diesen Erfolg mit einem Preisgeld von 50 000 Euro belohnt wurde. Das Auswahlgremium, in dem die Körber-Stiftung, Robert-Bosch- sowie die Deutsche Telekom-Stiftung vertreten sind, habe seinerzeit die hohe Vernetzung zwischen Wissenschaft, Kultur, Stadt und Wirtschaft gewürdigt, freute sich der Stadtmarketing-Chef darüber, »dass wir bundesweit in die Liga der Science-Städte aufgestiegen sind«. Diesem Ruf wolle man auch mit dem Festival am Wochenende gerecht werden.

Gemeinsam mit Linda Beukemann vom Mathematikum stellte Gülec anschließend Einzelheiten des Wochenend-Programms vor (siehe Kasten unten). Am 29. Mai, dem Tag vor dem eigentlichen Festival, lädt das Mathematikum bei freiem Eintritt zu einem Wissenschaftsfest ein, bei dem das Mitmach-Museum den ganzen Tag geöffnet ist. Viele der Aktivitäten und Vorträge am kommenden Samstag werden sich angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Südafrika mit dem Thema Fußball beschäftigen, erläuterte Linda Beukemann.

Viele spannende Themen und Projektideen werden bei der Präsentation der schulischen Forschungsergebnisse am Sonntag von 10 bis 18 Uhr zwischen Kirchenplatz und Brandplatz vorgestellt, kündigte Sadullah Gülec an. Der Organisator freute sich besonders darüber, dass aufgrund einer Sonderförderung statt der ursprünglich ausgewählten 26 Projekte nun 31 Gruppen die Gelegenheit erhalten, ihre Arbeiten zu zeigen und vorzustellen.

Da der Bereich rund um den Brandplatz als Ausstellungsfläche genutzt wird, sollten Besucher bei der Parkplatzsuche auf andere Gebiete ausweichen.

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