06. Januar 2016, 12:00 Uhr

Aktivisten besetzen Gießener Rathaus

Gießen (pm/mö). Knapp 60 junge Frauen und Männer kurdischer Herkunft haben am Dienstagnachmittag kurzzeitig das Gießener Rathaus besetzt, »um gegen die Barbarei der türkischen Regierungspartei AKP zu protestieren« und um sich »mit dem Widerstand in Kurdistan zu solidarisieren«, wie es in einer Mitteilung der Gruppe heißt.
06. Januar 2016, 12:00 Uhr
(Foto: bf)

Die Besetzer forderten, ein Gespräch mit Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zu führen, aber die war nicht anwesend. Anstelle der Verwaltungschefin sei Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich gekommen. Sie habe unter anderem versprochen, die Forderungen der Kurden an die heimischen Landtagsabgeordneten weiterzugeben, heißt es in der Presseerklärung der Protestler.

Die Aktivisten rechnen sich verschiedenen örtlichen Gruppen, Organisationen und dem Kurdischen Verein in Gießen zu. Schon seit Tagen machen Kurden bundesweit mit Demonstrationen auf die Lage ihrer Landsleute in der Türkei aufmerksam.
    
»Ein bisschen Aufregung«
    
Bürgermeisterin Weigel-Greilich sagte der GAZ, dass der Protest friedlich und diszipliniert abgelaufen sei. »Das hat natürlich bei unseren Mitarbeitern, die für die Abläufe und die Sicherheit zuständig sind, erst einmal für ein bisschen Aufregung gesorgt, aber wie es dann abgelaufen ist, war es in Ordnung.«

Angesichts des geringen Publikumsverkehrs habe sie darauf verzichtet, die »Besetzer« nach draußen auf den Rathausplatz zu bitten und das Gespräch mit ihnen im Atrium der Stadtverwaltung geführt.

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