25. Mai 2019, 14:00 Uhr

Wieseckaue-Fest

Ab Himmelfahrt blüht den Gießenern etwas

An Himmelfahrt startet im Stadtpark Wieseckaue das mehrtägige Gartenfest. Das florale Farbspektakel weckt Erinnerungen an sechs Monate Landesgartenschau im Sommer 2014.
25. Mai 2019, 14:00 Uhr

Goldmarie, Schmuckkörbchen, Purpurglöckchen, Eisenkraut oder Mittagsblume: Es hört sich fast an, als liest Ludwig Wiemer aus einem Märchenbuch vor, wenn er aus der Pflanzliste zitiert, die im vorderen Teil des Stadtparks Wieseckaue von Gartenamt und Gartenbaufirmen abgearbeitet wird. In den letzten Wochen gab es jeden Tag mehr zu sehen von dem blühenden Farbspektakel an der Haupteingangsachse und den Wegen am Südufer des Neuen Teichs. »Gelb, rot, lila und blau« sind die Farben der Saison, erklärt der stellvertretende Leiter des Gartenamts beim Rundgang über das frühere Ausstellungsgelände der Landesgartenschau, die vor fünf Jahren zwischen April und Oktober das Gießener Leben bestimmte. An die Großveranstaltung wird der Förderverein Gartenstadt mit einem großen Gartenfest, das vom Himmelfahrtstag bis zum Pfingstmontag dauert, erinnern.

Elf Millionen Euro wurden ausgegeben, um die zum Hessentag 1969 angelegte Teichlandschaft für die Landesgartenschau vor fünf Jahren auf Vordermann zu bringen. Damals entstand auch der »interaktive Brunnen«, den Wiemer mit dem Fuß in Gang setzt. »Funktioniert«, schmunzelt der frühere Chef der Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH.

8508 Wechselflorpflanzen, 4000 Stauden und 30 000 Blumenzwiebeln wurden in die mit Holz eingefassten Beete eingebracht. Wohlgemerkt nicht nur für das Gartenfest, sondern für die gesamte Saison. Daher setzt das Gartenamt auf Langblüher, die die Besucher der Wieseckaue auch in den nächsten noch Monaten erfreuen sollen.

Ausgetüfteltes Farbkonzept

Angeplanzt wird nicht kunterbunt, sondern einem »Farbkonzept« folgend. Zwischen den Beeten in der Wissenschaftsachse wurden zudem Pflasterstreifen verlegt, was der Parkanlage einen »wertigeren Eindruck« geben soll, wie Wiemer sagt. An einigen Stellen sind Spuren eines sanften Vandalismus zu entdecken, der Löcher in den Beeten hinterlässt. Pflanzen wurden ausgebuddelt und zieren jetzt wohl einige Vorgärten. Mit Beginn des Gartenfests wird ein Sicherheitsdienst nachts das nicht eingezäunte Gelände und die hölzernen Kreaturen bewachen, die von 35 Schulklassen unter Anleitung der Waldakademie Hessen gebastelt wurden. Denn im Gegensatz zur »Laga« ist das Gartenfest-Areal frei und kostenlos zugänglich.

Wiemer lüftet auch das Geheimnis der Absperrgitter, die auf der Wiese neben dem Sportverein Blau-Weiß stehen. Dort werden für die Zeit des Gartenfests 18 große Bilderpaare stehen, mit denen dokumentiert werden soll, wie es vor und nach der Gartenschau ausgesehen hat. Auf der anderen Seite des Hauptwegs, der Richtung Bühne/Quellgarten und Strandbar führt, wird eine Aktionsfläche u.a. für Künstler und den Gärtnertreff aufgebaut, der am 2. Juni zum Einkaufsbummel einlädt. In den grau gestrichenen Würfel vor der Brücke neben dem Neuen Teich wird wiederum eine kleine Floristik-Ausstellung einziehen. Manches kommt einem zudem von 2014 bekannt vor: die Crazy Chairs, die von Foodtrucks flankierte Stadtwerke-Bühne und die Kunstleitpfosten. 100 waren vor einigen Monaten zur freien Gestaltung ausgegeben worden, 65 gaben die Gießener für das Gartenfest zurück.

Mit einem Gottesdienst auf der Bühne am Neuen Teich beginnt an Himmelfahrt (11 Uhr) das Jubiläums-Gartenfest. Es bietet an acht Tagen (30.5. bis 2.6. und 7.6. bis 9.6. (Pfingstmontag) über 50 Programmpunkte mit wiederkehrenden Aktionen, Konzerten und Ausstellungen. Das komplette Programm gibt es als Flyer und im Netz unter www.foerderverein -garten-stadt-giessen.de

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