16. Januar 2017, 23:22 Uhr

ADFC lobt neue Regeln für Radler auf Gehwegen

Seit Mitte Dezember dürfen Eltern ihre Kinder unter zehn Jahren mit dem Rad auf dem Gehweg begleiten. Allerdings gilt das nur für eine Begleitperson pro Kind. Auf Fußgänger müssen Eltern und Kinder besondere Rücksicht nehmen. An jeder Kreuzung oder Einmündung müssen das Kind und die Begleitperson absteigen und das Fahrrad schieben. Es gelten dann an den Einmündungen und Kreuzungen nicht die Vorfahrtsregeln der Straße, sondern die Vorrangregeln für Fußgänger. Für Kinder, die zehn Jahre oder älter sind, bleibt der Gehweg grundsätzlich tabu.
16. Januar 2017, 23:22 Uhr
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Aus der Redaktion

Seit Mitte Dezember dürfen Eltern ihre Kinder unter zehn Jahren mit dem Rad auf dem Gehweg begleiten. Allerdings gilt das nur für eine Begleitperson pro Kind. Auf Fußgänger müssen Eltern und Kinder besondere Rücksicht nehmen. An jeder Kreuzung oder Einmündung müssen das Kind und die Begleitperson absteigen und das Fahrrad schieben. Es gelten dann an den Einmündungen und Kreuzungen nicht die Vorfahrtsregeln der Straße, sondern die Vorrangregeln für Fußgänger. Für Kinder, die zehn Jahre oder älter sind, bleibt der Gehweg grundsätzlich tabu.

Der ADFC Gießen begrüßt diese Regelung. Eltern könnten die Aufsichtspflicht besser erfüllen, Kinder einfacher und früher das Radfahren erlernen. Bis zur Neuregelung im Dezember mussten die Kinder alleine auf den Gehwegen fahren und die Eltern auf der Fahrbahn. Wenn dann noch Autos zwischen Gehweg und Fahrbahn parkten, war eine Beaufsichtigung der Kinder fast unmöglich.

Für Eltern und Kinder

Ebenfalls neu ist die Regelung, dass kleine Kinder nun auch Radwege mit dem Fahrrad befahren dürfen. Dort sind sie zwar oft auch schon früher gefahren, legal war dies aber nicht, denn sie hätten bei einem getrennten Rad- und Gehweg stets den Gehwegteil nutzen müssen. Der ADFC Gießen hält auch diese Neuregelung für sinnvoll. Weiterhin verboten ist es Kindern bis zum achten Lebensjahr jedoch, markierte Radfahr- und Schutzstreifen auf Fahrbahnniveau zu benutzen. Hintergrund ist die Befürchtung, dass Kinder zu schnell vom Radstreifen auf die Fahrbahn gelangen könnten und dann gefährdet werden.

Das Radfahren auf Gehwegen für Erwachsene, die keine Kinder begleiten, bleibt selbstverständlich weiterhin verboten. Der ADFC appelliert auch an alle Radfahrer, dieses Verbot zu beachten. Das verbotene Radfahren auf Gehwegen sei gefährlich und eine der Hauptunfallursachen beim Radfahren.



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