30. April 2019, 15:45 Uhr

A485-Baustelle

A485 bei Gießen: Nächste Baustelle im Anmarsch - Deutliche Auswirkungen auf Verkehr

Auf Höhe der Anschlussstelle Gießen-Ursulum der A485 saniert Hessen Mobil ab Mai die dortige Stützwand neben der Autobahn. Das hat deutliche Auswirkungen auf den Verkehr.
30. April 2019, 15:45 Uhr
Bereits vor Jahren wurde die Stützwand in Richtung Linden saniert. Nun ist das Gegenstück in Fahrtrichtung Norden dran. (Foto: Schepp/Archiv)

Am Mittwoch. 1. Mai, starten Bauarbeiten auf der Autobahn 485 im Bereich der Anschlussstelle Gießen-Ursulum in Fahrtrichtung Marburg. Dort muss eine Stützwand aus den 1970er Jahren saniert werden. 

Wie Hessen Mobil am Dienstag mitteilte, werden für die Bauarbeiten die Fahrstreifen der A 485 in Richtung Marburg verengt und in die Autobahnmitte verschwenkt, sodass am Fahrbahnrand Platz für die Bauarbeiten zur Verfügung steht. Beide Fahrstreifen bleiben aber weiterhin bestehen. Ab der Nacht von Mittwoch (1. Mai) auf Donnerstag (2. Mai) wird diese Verkehrsführung eingerichtet. Anschließend kann das Baufeld für die Bauarbeiten eingerichtet und mit den Bauarbeiten begonnen werden.

 

Baustelle A485: B49 für zwei Wochen gesperrt

Ab Mitte Mai werden im Bereich der Stützwand auch routinemäßige Kampfmittelsondierungen stattfinden. Die dafür notwendigen Bohrungen sollen voraussichtlich innerhalb von zwei Wochen in den Sommerferien stattfinden. Dafür muss die B 49 oberhalb der Stützwand im Bereich der Grünberger Straße gesperrt werden.

Im Weiteren sind auf der B 49 kurzfristige Einengungen kürzerer Dauer sowohl an der Grünberger Straße als auch an der Rödgener Straße für Fugensanierungen geplant. Sonst soll der Verkehr auf der B 49 von den Bauarbeiten an der Stützwand nicht beeinträchtigt werden.

Im Vorfeld der Sanierung fanden bereits Anfang dieses Jahres Gehölzarbeiten und Rodungen an der B 49 (Rödgener Straße) im Bereich über der Stützwand bei Gießen-Ursulum statt. Voraussichtlich im Dezember soll die Sanierung dann abgeschlossen sein. Das Bauprojekt kostet den Bund als Straßenbaulastträger der Autobahn rund 1,9 Millionen Euro.

 

Baustelle A485: 200 Bodennägel sollen für Standsicherheit sorgen

Die Sanierungsarbeiten werden notwendig, da die Mauerwerksverblendung der Stützwand über die Jahre immer wieder auffällige Durchnässungen nach Regen- und Schneefällen zeigte. Das Niederschlagswasser versickerte zunächst hinter der Stützwand, das jedoch stellenweise auf der sichtbaren Autobahnseite austritt.

Zudem konnten horizontale Verformungen an der Mauerwerksverblendung festgestellt werden. Bereits im Jahr 2015 ist daher die alte Mauerwerksverblendung abgebrochen worden, um in den folgenden Jahren umfangreiche Untersuchungen an der rund 60 Meter langen und bis zu neun Meter hohen Stützwand aus den 1970er Jahren vorzunehmen.

Die Untersuchungen ergaben zwar, dass die Stützwand sich in einem guten Zustand befindet. Jedoch sind einige Verstärkungsmaßnahmen erforderlich, um die Standsicherheit der Wand auch in den kommenden Jahrzehnten zu gewährleisten. Aus diesem Grund wird die vorhandene Rückverankerung durch etwa 200 weitere Bodennägel verstärkt.

Zunächst wird nach der Einrichtung der Baustelle mit den Fundamentarbeiten und der Reinigung der Stützwand begonnen. Die Reinigung der Stützwand dient vor allem der Entfernung loser Betonteile. Danach werden die Bodennägel eingebracht und zwei Lagen Spritzbeton auf die Stützwand aufgetragen. Zum Abschluss wird auf die Wand eine neue, schallabsorbierende Vorsatzschale montiert, die die alte Mauerwerksverblendung ersetzt.

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