22. September 2016, 17:53 Uhr

53 Fahrgeschäfte und Buden bei Herbstmesse

Gießen (srs). Der Duft von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln strömt ab Samstag wieder über den Messeplatz an der Ringallee. Begleitet von voraussichtlich strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen beginnt dann die Herbstmesse. Sie dauert bis 3. Oktober.
22. September 2016, 17:53 Uhr
Die Schausteller sind derzeit beim Aufbau mit den letzten Kleinigkeiten beschäftigt. Am Samstag beginnt die Messe. (Foto: Schepp)

Vor allem Jugendliche und Familien werden an insgesamt 53 Fahrgeschäften und Imbissbuden entlang schlendern, sich mit dem Autoscooter rammen und kreischend in der Riesenschaukel »G-Force« durch die Luft schwingen. Eine Hauptattraktion mit Tradition der Messe fehlt aber in diesem Jahr: Besucher müssen auf eine Gondelfahrt im Riesenrad verzichten.

Am Ende der vergangenen Messe habe es beim Abbau des Riesenrads Schwierigkeiten und Hakeleien gegeben, berichtet Tilman Bucher vom Stadtmarketing, der zum ersten Mal den Gießener Rummel hauptverantwortlich betreut. Der Besitzer des Riesenrads habe für diese Messe abgesagt. Bucher erklärt, er werde aber mit dem Schausteller das Gespräch suchen, um es den Besuchern im nächsten Jahr wieder zu ermöglichen, in einer Gondel nach oben zu gleiten, auf den Messeplatz herabzuschauen und ganz nebenbei auch den herrlichen Blick auf den Stadtpark zu genießen. Zuletzt hatte das Riesenrad auf der Messe während der Landesgartenschau gefehlt, als der Rummel zwischenzeitlich umziehen musste.

Verschwunden ist auf der Messe übrigens auch die Gocart-Bahn. Diese werde allerdings nicht zurückkommen. »Das Gocart-Fahren wurde nicht mehr angenommen«, hält Schausteller Andreas Walldorf, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Gießener Schausteller, fest.

Besucher der Herbstmesse können sich derweil wie gewohnt auf große Fahrgeschäfte wie »G-Force« und »Swing Time« freuen. Neu ist die »Villa Wahnsinn«, die zum Laufen durch einen Geschicklichkeitsparcours einlädt. Zum Verweilen mit Livemusik am Wochenende lockt ein Festzelt.

»Die Gäste sollen sich mehrere Stunden bei uns wohlfühlen«, sagt Walldorf. Die Organisation einer Messe sei aufgrund bürokratischer Vorschriften wie DIN-Normen und Arbeitschutz immer aufwendiger, betont er und ergänzt: »Banken verleihen Schaustellern für Fahrgeschäfte kein Geld mehr. Ein Riesenrad kostet aber eben mal 2,5 Millionen Euro.«

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz eröffnet die Messe am Samstag um 14 Uhr. Zur selben Zeit gilt eine halbe Stunde lang freie Fahrt an den Geschäften. Die Messe hat täglich von 14 bis 22 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 23 Uhr. Am Donnerstag ist »Familientag« mit halben Preisen. Am Sonntag, 2. Oktober, wird gegen 21.30 Uhr ein Feuerwerk den Himmel erleuchten. Der Sonntag bildet indes noch nicht das Finale der Messe. Dank des Tags der deutschen Einheit wird die Messe in diesem Jahr einen Tag länger als sonst, bis einschließlich Montag, dauern.



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