15. März 2018, 21:18 Uhr

32 Jahre Städtepartnerschaft

15. März 2018, 21:18 Uhr
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Aus der Redaktion
Die Delegation mit Folkloregruppe und Hafenmeister. (Foto: pm)

Eine zehnköpfige Delegation reiste in die Gießener Partnerstadt San Juan del Sur in Nicaragua. Zu den Besuchern zählten auch Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Stadträtin Astrid Eibelshäuser und die Stadtverordnete Christiane Janetzky-Klein. Begleitet wurden sie von einigen Mitgliedern des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft zwischen Gießen und San Juan del Sur und der Region in Nicaragua, kurz: gipanic. »Die herzlichen Begegnungen und die interessanten Besuche verschiedener Projekte und Institutionen hinterlassen prägende Eindrücke und machen eine lebendige Partnerschaft aus«, resümierte Grabe-Bolz.

Im Januar wurde die neue Bürgermeisterin von San Juan del Sur, Mayra del Socorro Solís Briceño, in ihr Amt eingeführt. An ihrer Seite steht der Vize-Bürgermeister Randall Granja Fajardo.

Besondere Freude machte die Begegnung denjenigen, die im Rahmen der Städtepartnerschaft schon einmal Gießen bereist hatten. »Gerade der gegenseitige Besuch schafft Verbindungen, die über viele Jahre tragen«, sagte Stadträtin Astrid Eibelshäuser. Nach 32 Jahren bekam die Städtepartnerschaft neuen Anschub. In einem Festakt auf dem zentralen Platz der Stadt wurde der Partnerschaftsvertrag von beiden Seiten gefestigt.

Die Arbeit des Vereins gipanic spielte bei allen Besuchen und Besichtigungen eine wichtige Rolle. Die verschiedenen geförderten Initiativen, darunter eine Kindertagestäätte, das Mütterzentrum und die Gesundheitsstation, konnten vor Ort in Augenschein genommen werden. Die Spenden für das 100. Projekt seit Bestehen der Partnerschaft wurden in einem feierlichen Akt persönlich übergeben. Mit dem Titel »Stärkung der Position der Frauen in der Gemeinde San Juan del Sur« startete eine Seminar- und Workshopreihe des Frauenbüros. Bürgermeisterin Mayra erklärte dazu: »Frauen stärken heißt, das Land weiter zu entwickeln.«

Partnerschaft gestärkt

San Juan zeigt das Bild einer gut entwickelten Touristenstadt, doch der erste Eindruck trügt. In der ländlichen Region sind Unterstützungsprojekte bis heute unerlässlich. Bei ihren Besuchen konnten sich die Mitgereisten von den Lebensumständen der Landbevölkerung, ohne Stromversorgung, mit Latrinen und der Wasserversorgung nur aus Brunnen, ein eigenes Bild machen. »Jederzeit fühlten wir uns mit offenen Armen empfangen. Es war nicht das Gefühl eines Besuches, eher der Eindruck des Nachhausekommens, der sich bei uns ausbreitete«, berichtete der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Uwe Koperlik. »Die Dankbarkeit und Herzlichkeit der Menschen San Juan del Surs bleiben uns in warmer Erinnerung.«



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