26. Juni 2019, 21:43 Uhr

270 000 Bände wieder am alten Ort

26. Juni 2019, 21:43 Uhr
Der Rückumzug der Zweigbibliothek Recht und Wirtschaft vom Ausweichquartier, dem ehemaligen »ProMarkt« im Schiffenberger Tal, in die renovierten Räume in der Licher Straße ist abgeschlossen. (Foto: pm/Zimmermann)

Es ist geschafft! Die rund 270 000 Bände der Zweigbibliothek Recht und Wirtschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) sind alle wieder am angestammten Standort in der Licher Straße zugänglich. Die Bibliothek hat nach Sanierung und Rückumzug nun ihren regulären Betrieb aufgenommen. »Erfolgreiches Lernen braucht ansprechende und konzentrationsfördernde räumliche Rahmenbedingungen«, sagt Dr. Peter Reuter, Leitender Bibliotheksdirektor der Universitätsbibliothek Gießen. »Bei der Sanierung der Zweigbibliothek haben wir besonders darauf geachtet, für die Studierenden einen guten Lernort zu schaffen.« Bei den Nutzerinnen und Nutzern kämen die helle und freundliche Lernumgebung und der verbesserte Service gut an.

Fast 350 Arbeitsplätze

Nachdem das neue Hörsaalgebäude im Campusbereich Recht und Wirtschaft im Frühjahr 2015 eingeweiht wurde, ist nun der aus den 1970er Jahren stammende Bestandsbau saniert worden. Innerhalb von 14 Monaten wurde ein neues Brandschutzkonzept für das Gesamtgebäude umgesetzt und das Foyer sowie die integrierte Zweigbibliothek modernisiert. In der Bibliothek wurden unter anderem die Lüftungsanlage erneuert und Fenster sowie Bodenbeläge ausgetauscht. Im angrenzenden Gebäudetrakt wurden die Sanitäranlagen renoviert, im Foyer neue Fensterelemente, Oberlichter, Decken und Spinde eingebaut und die Hauptzugänge barrierefrei gestaltet.

Neben diesen technischen Maßnahmen wurde auch das Service-Angebot der Bibliothek modernisiert. Zusätzlich zu den 300 Arbeitsplätzen in den Lesesälen wurden drei attraktive Räume mit insgesamt 44 Arbeitsplätzen für gemeinschaftliches, kommunikatives Lernen geschaffen. Die Ausleihe und Rückgabe von Büchern wird durch Automaten erleichtert.

Sieben Kilometer Regale

Nicht zuletzt wurde der Rückumzug dafür genutzt, eine neue Aufstellungssystematik einzuführen. Die sogenannte Regensburger Verbundklassifikation wird bundesweit in immer mehr Universitätsbibliotheken angewandt. Sie bietet unter anderem den Vorteil, dass Bücher an verschiedenen Universitäten unter derselben Signatur aufgestellt werden.

Um die baulichen Maßnahmen realisieren zu können, musste die Zweigbibliothek für den Sanierungszeitraum in einen Interimsstandort in der Karl-Glöckner-Straße ausgelagert werden. Die Bibliothek mit etwa sieben Kilometern Regale, Mitarbeiterbüros, Studierendenarbeitsplätzen und technischer Infrastruktur musste zweimal bei laufendem Betrieb umziehen. Dennoch war die Bibliothek während Sanierung und Umzug keinen einzigen Tag geschlossen. Daher betont Reuter: »Ein großer Dank geht an die Nutzerinnen und Nutzer, die großes Verständnis für den provisorischen Betrieb gezeigt haben, sowie an die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Handwerkerinnen und Handwerker und an die Umzugsfirma, die alle zum Gelingen der Maßnahme beigetragen haben«.»In den kommenden Tagen stehen nur noch kleinere Nachbesserungsarbeiten an, die den laufenden Betrieb nicht weiter stören dürften.«

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