10. Februar 2017, 19:48 Uhr

22 000 Euro für Soziales

10. Februar 2017, 19:48 Uhr
tamme_guido
Von Guido Tamme
Übergabe der Bewilligungsbescheide der Anstoß Stiftung für 2017: Projektvertreter und Stiftungsvorstand mit dem Radanhänger, den der Verein Foodsharing im Vorjahr spendiert bekommen hat. (Foto: Schepp)

Die vor 20 Jahren von dem Politikwissenschaftler Prof. Heinz Josef Varain gegründete und mit einem hohen Kapitalgrundstock ausgestattete Anstoß Stiftung hat inzwischen 816 000 Euro ausgeschüttet, um die Lebensqualität von sozial benachteiligten Menschen zu fördern. Allerdings gehen Finanzkrise und Niedrigzins auch an der Stiftung nicht vorbei. Deshalb konnten für die neun Förderbescheide in diesem Jahr nur knapp 22 000 Euro bewilligt werden. Früher hatte diese Summe mitunter bei 40 000 Euro gelegen.

Für 2017 waren Anträge in einer Gesamthöhe von 36 000 Euro eingegangen. Einzelne mussten abgelehnt werden, weil sie nicht den Förderrichtlinien entsprachen, bei anderen hat der Stiftungvorstand die Fördersumme gekürzt. Bewilligt wurden:

5000 Euro als Mietzuschuss für das Ankommenszentrum für Flüchtlinge, das der Verein »an.ge.kommen« in der Sophie-Scholl-Schule betreibt.

4100 Euro zur Anschaffung und Unterhaltung eines Zugfahrrads für den Verein Foodsharing, der nicht verkaufte Lebensmittel beim Handel einsammelt und verteilt.

4000 Euro für zwei Wochenendkurse der Aktion Perspektiven: ein Elterntraining zu schwierigen Geschwisterbeziehungen und Ruhefindung in der Adventszeit für alleinerziehende Mütter.

2600 Euro zur Erweiterung der Homepage des Vereins Wildwasser, der seine Hilfestellung für Opfer sexueller Gewalt in diversen Sprache an Migrantinnen richten will.

2000 Euro als Zuschuss zu einem Sportbekleidungssatz für Kinder aus armen Familien, die in sechs Fußball-Mannschaften von Blau-Weiß Gießen spielen.

2000 Euro für die Arbeitsloseninitiative zur Ernährungsberatung einschließlich Kochkurs insbesondere von übergewichtigen Langzeitarbeitslosen.

1000 Euro zur Einrichtung eines Kontaktdatenpools für Migrations-Fachkräfte durch den paritätischen Wohlfahrtsverband.

850 Euro für die Wiederbelebung des Musikprojekts im Zuge der Sprachkurse für junge Flüchtlinge an der Wirtschaftsschule am Oswaldgarten.

200 Euro für einen Kurs zur Selbstbehauptung und -verteidigung im Zuge der privaten Alphabetisierungs-Deutsch-Kurse in Buseck.

»Sie begleiten Menschen in Notlagen und tragen damit zum sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaft bei«, lobte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz die Projektvertreter, als am Freitagnachmittag in der Kantine der Jugendwerkstatt die Bewilligungsbescheide übergeben wurden. Auch Landrätin Anita Schneider bedankte sich: »Durch die direkte Ansprache übernehmen Sie Aufgaben, die die Kommunen nicht leisten können.«



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos