13. November 2013, 21:28 Uhr

16 Kurzfilme porträtieren Gießen

Gießen (pd). Zunächst läuft alles so wie bei vielen Kinoabenden. Am Eingang holt man sich Popcorn und Cola. Doch dann ist alles ein bisschen anders. Statt eines Vorfilms gibt es eine kurze Ansprache von Stadtmarketing-Geschäftsführer Sadullah Gülec. Und statt eines Hauptfilms werden am Dienstagabend im Heli gleich 16 gezeigt.
13. November 2013, 21:28 Uhr
Stefan Vogel verbreitet als »Stadtführer« in atemberaubender Geschwindigkeit Wissenswertes über Gießen. (Fotos: Schürmann)

Die sind kurz und knackig und kommen gut an bei den rund 280 geladenen Gästen. Zum ersten Gießener Kurzfilmabend hat die Gießen Marketing GmbH – bestehend aus den Gesellschaftern Stadt, »Gießen aktiv« und den vier BIDs – eingeladen.

Der Filmabend »Gießen im Kino« erweist sich als Parforceritt durch die Stadt aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln. Da gibt es schnell geschnittene Clips über die Arbeit von Straßenfegern und Müllmännern, beeindruckende Bilder von der Dino-Ausstellung und der »Stadt der jungen Forscher«, musikalische Gießen-Impressionen mit Neoh, Evelyn oder Chasing Kurt, einen nostalgischen Blick auf die Universitätsstadt in den fünfziger Jahren und zum Schluss eine gesungene Liebeserklärung an die Stadt, die erst auf dem zweiten Blick als solche zu erkennen ist. »Gießen, du bist keine Perle, du bist eher ’ne Wurst«, röhrt Karl-Heinz Flescher alias Hans Voigtmann von der Medizin-Kabarettgruppe »Elephant Toilet«.

»Wir wollten keinen konventionellen Imagefilm drehen, sondern bewusst einen anderen Weg gehen«, bekräftigt Gülec bei der Begrüßung der »illustren Gesellschaft«. Eine Reihe kurzer Filmchen, »die mit der Zeit weiter wachsen und die mit ganz unterschiedlichen Episoden das Image der Stadt mosaikartig abbilden«, sei bei der heutigen Mediennutzung vielversprechender als ein langer Imagefilm, »der oft nur ein einziges Mal betrachtet wird und danach häufig in Vergessenheit gerät«, so der Stadtmarketing-Geschäftsführer. Vielfältig, bunt, kreativ, selbstironisch und augenzwinkernd sollten die Filme sein. Diesem Anspruch wird der Gießener Kurzfilmabend locker gerecht.

Imagewerbung für die Stadt an der Lahn betreibt auch Moderator Sven Görtz. Der Autor, Kabarettist und Rezitator stammt aus dem Westerwald und lebt seit 24 Jahren in Gießen – »vollkommen freiwillig und ganz ohne Reue«. Nicht bereut haben dürften auch die Gäste ihren Besuch im Heli. Der als »schnellster Stadtführer der Welt« angekündigte Stefan Vogel vermittelt in rasantem Tempo seriöse und skurrile Informationen über Gießen, den Schwanenteich lernt das Publikum aus dem Blickwinkel eines Hundes ganz neu kennen, und »Sabrina« beweist gemeinsam mit Prof. Horst Löb auf eindrucksvolle Weise, dass Nagelstudio und Ionentriebwerk kein Widerspruch sein müssen. Unterschiedliche Darstellungen des THM-Logos, originelle Werbung für die Erstwohnsitz-Anmeldung, Nahaufnahmen von Gießen als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort sowie als Party-Metropole komplettieren einen rundum gelungenen Kinoabend.

Einige der Kurzfilme – die meisten stammen vom Gießener Video-Künstler Till Schürmann – sind bereits im Internet zu sehen. Demnächst sind alle 16 Clips unter www.giessen-filme.de im Netz zu finden.

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