03. September 2018, 21:56 Uhr

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03. September 2018, 21:56 Uhr
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Von Armin Pfannmüller

Die neunte Auflage des Kunst- und Kulturfests »Hardthof/ARThof« bietet am Samstag und Sonntag wieder eine Mischung aus attraktiven künstlerischen Beiträgen, Ausstellungen und Musik. Dieter Hoffmeister, seit Anfang der 90er Jahre stellvertretender Vorsitzender des Vereins Unterer Hardthof, erläutert im GAZ-Gespräch Konzept und Programm.

1 Was unterscheidet das Hardthof-Fest von anderen öffentlichen Feiern?

Beim Hardthof-Fest, das es seit Anfang der 1980er Jahre gibt, stehen Kunst und Kultur im Mittelpunkt. Viele Darbietungen, Installationen und Beiträge bewegen sich dabei ein bisschen jenseits des Mainstreams. Wir arbeiten beispielsweise seit vielen Jahren mit der Jazz-Initiative und dem Giessen Improvisers Pool zusammen, bieten aber auch Absolventen und Studenten der Angewandten Theaterwissenschaften die Möglichkeit, ihre Ergebnisse einem größeren Publikum zu präsentieren. In der Anfangszeit der Hardthof-Feste haben hier die Künstler ihre Ateliers geöffnet, mittlerweile bin ich der letzte Künstler, der noch hier lebt. Der Qualität unseres Festes tut das aber keinen Abbruch.

2 Welche Schwerpunkte bietet das Programm am Wochenende?

Es wird wieder eine bunte Mischung aus Installationen und Performances, Lesungen und Musik. So sind die Kunstpädagoginnen Verena Franke, Walerija Breitman und Caroline Rauscher mit der Installation »Windstille« dabei, es gibt Malerei von Rainer Lather und Andreas Rück, Musik von Georg Wolf oder Captain Overdrive sowie Kinder- und Jugendtheater. Das kulinarische Angebot reicht von »Gutburgerlich«-Hamburgern über Würstchen bis zu Quiche sowie Kaffee und Kuchen. Das Programm beginnt am Samstag um 16 Uhr, am Sonntag starten wir um 11 Uhr mit einer Jazz-Matinee. Am Sonntag gibt es außerdem um 14.30 und 15.30 Uhr Führungen zum »Tag des offenen Denkmals«.

3 Wie wählt der Verein die Künstler für sein Fest aus?

Es gibt eine öffentliche Ausschreibung, auf die wir jedes Jahr viele Bewerbungen für unsere Veranstaltungen erhalten. Der Verein muss anschließend eine Auswahl treffen. Manchmal müssen wir etwa eine Absage erteilen, weil das künstlerische Angebot den Rahmen eines überschaubaren Festes sprengen und sich besser für eine Einzelausstellung eignen würde. Wenn die Zahl der Besucher zwischen 200 und 500 liegt, ist das ideal. Wenn sie vierstellig wird, stoßen wir an logistische Grenzen.

KURZBIOGRAFIE

Dieter Hoffmeister stammt aus Idar-Oberstein und kam 1972 als Lehramtsstudent nach Gießen. Nach dem Referendariat hat er 1979 eine Stelle als Sozialarbeiter im Notaufnahmelager am Meisenbornweg angetreten und dort Übersiedler aus der DDR, Aussiedler und Asylbewerber betreut. Von 2003 bis 2013 war er beim Staatlichen Schulamt Frankfurt mit dem Schwerpunkt »Deutsch als Zweitsprache« beschäftigt. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit hat der 65-Jährige immer auch als Künstler und Organisator von Ausstellungen gearbeitet. Seit den frühen 80er Jahren stellt er eigene Druckgrafiken aus, hat aber stets auch Kunst und Kultur gefördert, etwa in der Produzentengalerie in der Neuen Bäue, im Oberhessischen Künstlerbund, dessen Vorsitzender er seit 2003 ist, oder als stellvertretender Vorsitzender des Vereins Unterer Hardthof. (pd/Foto: pd)



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