18. August 2021, 21:41 Uhr

Grüne Hoffnungsradler zeigen Flagge

Klein, aber fein - und vor allem unermüdlich: Das wird die diesjährige Tour der Hoffnung, die zum zweiten Mal der Corona-Pandemie trotzen will. Über 90 Kilometer geht es am Samstag rund um Gießen, damit es für die krebskranken Kinder keinen spendenloses Jahr wird.
18. August 2021, 21:41 Uhr
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Aus der Redaktion
Die Tour der Hoffnung kommt - und trotzt Corona. FOTOS: MÖ

Eine erste Bestmarke haben die radelnden Unterstützer der Tour der Hoffnung bereits gesetzt. Beim zweiten, digital organisierten und analog gestrampelten Social Ride, an dem sich rund 300 Radler beteiligten, wurden fast 56 000 Kilometer gefahren. Die Aktion wird erneut eine satte Spende für krebskranke Kinder bringen. Es ist eine von vielen, mit denen die zweite, coronabedingte »Nottour« flankiert und zum Spendenerfolgt geführt werden soll. Am Samstag startet dann die diesjährige Eintagesfahrt.

»Dass wir fahren, ist ein wichtiges Zeichen. Wir wollen wieder nach vorne und müssen da jetzt durch«, betonte Schirmherrin Petra Behle in der vergangenen Woche bei der Pressekonferenz mit Tour-Organisator Gerhard Becker, dem Sportlichen Leiter Karsten Koch und Gastgeber Holger Pfeiffer von der Licher Brauerei.

Nach der spontanen Minitour im vergangenen September wird es in diesem Jahr mit einer »Kleinen Tour« schon etwas mehr werden. 90 Kilometer wollen 55 eingeladene Radler am Samstag rund um Gießen unter die Räder nehmen, Start und Ziel sind die Stadtwerke, auf der Strecke mit Stationen in Heuchelheim, Wetzlar, Fronhausen, Ruttershausen, Lollar, Steinbach und Gießen sind neun Spendenstopps geplant, weitere Spenden soll es am Abschlussabend in der Heuchelheimer Marktschänke geben.

»250 000 Euro plus x« gibt Cheforganisator Gerhard Becker als Zielmarke aus. 2020 kamen trotz der Absage der großen Tour eine halbe Million Euro zusammen - normalerweise sind es um die zwei Millionen -, aber man müsse berücksichtigen, dass Firmen, Kommunen, Vereine und ehrenamtliche Institutionen, die das Spendenergebnis der TdH tragen, ein hartes Jahr hinter sich haben, dämpft Becker höhere Erwartungen.

Die ersten 11 000 Euro konnte die Tour aus Lich mitnehmen. 7000 Euro übergaben die Geschäftsführer Holger Pfeiffer und Ulrich Peters für das Unternehmen, weitere 4000 Euro Peter Staub für die Belegschaft. Diese Summe war bei innnerbetrieblichen Flohmärkten zusammengekommen, bei denen ausrangierte Merchandising-Produkte verkauft wurden. »Ich finde das ganz toll, dass Licher uns in der ganzen Breite der Mitarbeiterschaft unterstützt«, freut sich Behle. »Nachhaltiges« Engagement Dass das Engangement der Brauerei für die TdH trotz eigener Einbußen infolge der Schließung von Gastronomie und Absage großer Volksfeste »nachhaltig« ist, unterstrichen die Spendenschecks. Organisator Becker verkündete zudem, dass die Tour mit den Unternehmen Erletz (Lollar) und Seidel (Fronhausen) sogar neue Unterstützer gewonnen hat. 2022 soll eine zweitägige Tour stattfinden, heißt es weiter. Das Einfahren der Ernte am Samstag wird wohl schweißtreibend, so geht es erst nach Hohensolms und später nach Oberwalgern hinauf. »Diesmal wird richtig Rad gefahren«, kündigte Karsten Koch schmunzelnd an.



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