17. August 2017, 11:34 Uhr

62. Tierprämienschau

Man geht zum Viehmarkt

17. August 2017, 11:34 Uhr
Die Ziegen gehören dazu, wenn anlässlich des Bad Vilbeler Marktes die große Tierprämienschau stattfindet. In diesem Jahr werden wieder über 150 Tiere zu sehen sein. (Foto: pe)

Bad Vilbel (pe). Alljährlich gehört die Tierprämienschau zu den absoluten Höhepunkten des Marktes. Wenn Rinder, Pferde, Ziegen und andere Tiere zur Schau gestellt und beurteilt werden, ist in Bad Vilbel quasi Feiertag. Dann sind bei gutem Wetter Tausende Menschen auf den Beinen, um ein wenig Landluft zu schnuppern.

Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr erinnert daran, dass die Bad Vilbeler nicht zur »Tierprämienschau«, sondern zum »Viehmarkt« gehen. Das wird darauf zurückgeführt, dass diese Schau in früheren Zeiten eine wichtige Veranstaltung war, um mit Nutzvieh zu handeln. Nutztiere prägten zu jener Zeit natürlich viel mehr das Stadtbild als heute. Zwar spielen Pferde, Rinder, Schafe und Schweine als Grundlage der Ernährung der Menschen noch eine wichtige Rolle.

Wenig Kontakt zu Tieren

Doch der Kontakt zu Tieren und deren Züchtern ist heutzutage deutlich geringer als früher. Stöhr betont, man wolle den Besuchern auch näherbringen, dass die Züchterinnen und Züchter sowie die regionale Landwirtschaft noch immer wichtige Aufgaben für alle erfüllen.

Das Stadtoberhaupt lobt, es sei nicht selbstverständlich, was Jahr für Jahr auf die Beine gestellt werde. »Als Nachbarstadt zur großen Metropole Frankfurt unterliegt auch Bad Vilbel ein Stück weit der Metropolsituation. Dass hier jedes Jahr dann über 150 Großtiere bestaunt werden können und die Bezirkstierschau damit zu den größten Tierschauen in ganz Hessen zählt, ist immer wieder eine beeindruckende Leistung.«

Von überall her aus Hessen kommen die Züchter, die ihre Tiere von Richtern bewerten lassen und sie dem Publikum vorstellen. Das Besondere an den Tierschauen in Bad Vilbel vor den Toren der nahen Großstadt Frankfurt ist die Verbindung von Stadt und Land. Diese hebt auch Landrat Joachim Arnold hervor. Bad Vilbel habe eine ausgesprochene Brückenfunktion zum Rhein-Main-Gebiet.

Es sei gelungen, in Zusammenarbeit mit der Gerty-Strohm-Stiftung als Träger der kompletten Maßnahme, eine der größten Renaturierungen in Hessen umzusetzen. »Diese Maßnahme erfüllt Ansprüche des Natur- und Artenschutzes, der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union sowie des Hochwasserschutzes.« Das Lebensgefühl oder besser die Lebensqualität der Region Wetterau wird damit gestärkt.

Aus Ackerland sei Grünland geworden. Die neuen Auenflächen seien dabei der Landwirtschaft nicht entzogen worden. Die Nutzung und gleichzeitig Pflege der Flächen erfolge durch eine extra angeschaffte Mutterkuhherde aus Hereford-Rindern, die die Besucher des Marktes neben vielen anderen Tieren auf dem Ausstellungsgelände aus der Nähe betrachten können.

Mehr Lebensqualität

Eine besondere Verbindungsfunktion hat nach Angaben des Landrats auch der Niddaradweg. Er verläuft auf einem neuen Damm, sodass die Menschen einen Einblick in das Gelände bekommen. Hier wurde beispielsweise ein künstlerisch gestalteter Rast- und Beobachtungsplatz geschaffen. »Durch die vorbildliche Maßnahmengestaltung wird die Wohn- und Lebensqualität in und um Bad Vilbel verbessert. Sie können unsere reiche Natur- und Kulturlandschaft mit dem Rad erkunden oder Sie können sich über unsere gut ausgebauten Wanderwege in der freien Natur bewegen«, freut sich der Landrat.

Nun hoffen Organisatoren und Züchter auf schönes Wetter. Dann kommen viele Interessierte. Ab 9 Uhr können sie am kommenden Dienstag, 22. August, die Tiere bestaunen. Viele dürfen auch gestreichelt werden, gewiss Anreiz genug, dass sich vor allem Familien auf den Weg an die Heinrich-Heine-Straße zum Festplatz machen.

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