15. März 2017, 20:32 Uhr

Als »Marktplatz« etabliert

15. März 2017, 20:32 Uhr
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Aus der Redaktion
Mit einem breiten Angebot wollen auch in diesem Jahr die Aussteller bei der traditionsreichen Laubacher Gewerbeschau aufwarten. (Foto: Archiv)

Laubach (tb). Im vergangenen Jahr war es das »unrunde Jubiläum« seiner jährlichen Messe, heute ist es der eigene runde Geburtstag: Dem Gewerbeverein Laubach, mit stolzen 70 Jahren einer der ältesten der Region, gehen die Gründe zum Feiern nicht aus. Fürs Wochenende, 18. und 19. März 2017, lädt er zur 41. Gewerbeschau ein. Über 50 Aussteller werden sich in und an der Sport- und Kulturhalle präsentieren – eine Leistungsschau des heimischen Handwerks, der Dienstleistungsbranche und des Handels.

Blick in die Geschichte

Längst Tradition ist das attraktive Rahmenprogramm mit Modenschauen, karnevalistischen Tänzen, ergänzt seit einigen Jahren schon durch Fachvorträge, von »Heizen mit Erdgas« über »Sicherheit bei Geldanlagen« bis zu »Endoprothetik an Hüfte und Knie«.

Aus Anlass des »runden Geburtstags« des etwa 100 Mitglieder starken Laubacher Vereins (darunter auch eine Grünberger Firma!) wirft die Vorsitzende Kirsten H. Repp gemeinsam mit Bürgermeister Peter Klug einen Blick in die Gründerzeit: »Vor 70 Jahren«, so beide in ihrem Grußwort, »siedelte sich in Laubach eine junge stark aufstrebende Industrie an. « Durchaus, wie der Heimatkundler Kurt Stein auf GAZ-Anfrage bestätigte. Schon lange vor den heute das Bild prägenden großen Unternehmen Winter und Dexion gab es also in dem Städtchen an der Wetter produzierendes Gewerbe. Etwa die Landmaschinenproduktion der Fa. Helwig im Bürgelweg (heute Standort der Fa. Winter) oder die Weberei Karl Rühl (Schottener Straße, heute Tankstelle). Auch in der Ostkreiskommune gab es damals Zigarrenfabriken (etwa Hohmann in der Kaiserstraße) sowie die alte Ziegelei in der Langen Hohl, die nach dem Krieg einen neuen Besitzer erhalten hatte.

Laubachs Geschichte, so wieder Repp und Klug, zeige, dass es immer möglich sei, »sich auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen einzustellen und etwas Besonderes hervorzubringen«. Die Digitalisierung biete heute eine Chance, neue erfolgreiche Wege zu gehen. Viele Arbeiten würden zwar durch intelligente Maschinen ersetzt, in vielen Bereichen werde der Mensch überflüssig.

Frühjahrsmarkt

Doch es entstünden auch viele neue Arbeitsplätze, gerade in Bildung und Erziehung, Technik, IT, Soziales, Ernährung, Umwelt, Handel und Logistik. »Wichtig ist, dass wir gemeinsam den Weg in die Zukunft gehen und gestalten.«

Diese Gemeinsamkeit kommt am Wochenende wieder zum Ausdruck. Schon zum 41. Mal in Folge. Für Repp und Klug der Beleg, dass sich die Gewerbeschau als »Marktplatz und Informationsforum etabliert hat«. Auch wegen der breiten Angebotspalette. Dazu zählt stets die Autoschau, bei der Händler die Neuheiten deutscher wie internationaler Hersteller präsentieren.

Am Samstag und am Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr, ist die Ausstellung bei freiem Eintritt geöffnet. Neben der Fülle an Informationen an den Ständen darf sich der Besucher auf ein unterhaltsames Rahmenprogramm freuen. Los geht’s schon kurz nach der Eröffnung, zu der am Samstag, 10 Uhr, der Gewerbevereinsvorstand, Bürgermeister Klug, Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn und IHK-Präsident Rainer Schwarz erwartet werden. Gegen 11.30 Uhr spielt der Laubacher Musikverein, um 14.30 Uhr und nochmals am Sonntag um 14 Uhr treten die Showtänzer des KV Laubach auf. An beiden Tagen um 15 Uhr dürfte die Modenschau ein Hingucker sein, am Sonntag zudem die Zumba-Vorführungen um 12.30 und 14.30 Uhr.

Nicht vergessen sei der Hinweis, dass es auch diesmal den Frühlingsmarkt sowie die Hausausstellung der Fa. Weimer gibt, was einen Besuch Laubachs ebenso lohnen dürfte.



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