Wetzlar

Das Konzept hat die Jury überzeugt

Wetzlar/Gießen (wv). Die Technische Hochschule Mittelhessen gehört mit ihrem Angebot »StudiumPlus« zu den bundesweit zehn Hochschulen, die in das »Qualitätsnetzwerk Duales Studium« des Stifterverbandes Deutsche Wissenschaft aufgenommen wurden.
31. Oktober 2013, 18:18 Uhr
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Freude über die Auszeichnung bei (v.li.) Norbert Müller, Kristina Zerfaß (Teamleitung StudiumPlus), Professor Günther Grabatin und Professor Harald Danne. (Foto: wv)

Über 60 Hochschulen hatten dem Verband ihre Studienkonzepte vorgestellt und sich um die Aufnahme beworben. In Hessen wurde neben der Technischen Hochschule Mittelhessen der Universität Kassel die Ehre zuteil. Entsprechend groß war die Freude bei den Verantwortlichen, als die Urkunde jetzt im Campus Wetzlar übergeben wurde.

Bessere Verzahnung

Der Stifterverband ist ein Zusammenschluss von über 3000 Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen, der sich zum Ziel gesetzt hat, Wissenschaft, Forschung und Bildung in Deutschland voranzubringen. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck. Durch die Aufnahme in das Qualitätsnetzwerk werden die Hochschulen beauftragt, gemeinsam Empfehlungen für die Weiterentwicklung des dualen Studiums und die bessere Verzahnung von beruflicher und akademischer Bildung zu erarbeiten.

Die Ergebnisse will der Stifterverband als praxisorientiertes Handbuch zum dualen Studium im Frühjahr 2015 vorstellen. Für die Durchführung ihrer Vorhaben erhalten die zehn Hochschulen jeweils 30 000 Euro als finanzielle Förderung. »Das duale Studium ist ein Erfolgsmodell, das durch das rasante Wachstum viele neue Herausforderungen zu bewältigen hat, um seine Qualität und Attraktivität zu sichern«, so die These des Stifterverbandes.

»Es mag bescheiden klingen, doch für mich ist es keine Überraschung, dass ›StudiumPlus» in Deutschland zu den Spitzenadressen zählt und vom Stifterverband der Deutschen Wissenschaft gewürdigt wird. Denn mit unserem Studienkonzept bieten wir eine bundesweit einmalige Organisationsstruktur«, sagte Professor Günther Grabatin, Präsident der THM. Er verweist zudem auf die Einbindung der Ehemaligen in die Qualitätsentwicklung.

Freude auch bei Professor Harald Danne, der als einer der Gründerväter das regionale Studienkonzept in Wetzlar aufgebaut hat und seit über 14 Jahren verantwortlich leitet. »Diese Auszeichnung ist eine hervorragende Anerkennung unseres Netzwerkes, und damit auch der guten Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft.« Was im Jahr 1999 als Idee und mit 30 Studenten auf dem heutigen Campus »Spilburg« begann, habe sich zu einem Erfolgsmodell und bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Die Zahl der Studenten sei stetig gestiegen, zurzeit sind es rund 930 in Wetzlar und 270 an den vier Außenstellen. »Durch unsere innovativen dualen Studienangebote, die wir in enger Kooperation mit der heimischen Wirtschaft fachspezifisch gestalten, findet unsere Einrichtung über die hessischen Landesgrenzen wachsenden Zuspruch«, betonte Danne. 570 Unternehmen und Einrichtungen engagieren sich zudem im Competence-Center Duale Hochschulstudien (CCD) finanziell, um jungen Menschen das Studium zu ermöglichen.

Lobende Worte auch vom Vorstandsvorsitzenden des CCD, Norbert Müller, der die Auszeichnung als Qualitätssiegel für die Professionalität der heimischen Hochschule und seiner 270 Dozenten bezeichnete. Die Stärke der Wirtschaft in einer Region sei wesentlich davon abhängig, wie qualifiziert die Nachwuchskräfte seien. Müller, der die enge Vernetzung von Wirtschaft und Hochschule betonte, sieht in dem Plan, Ehemalige als Dozenten und als Markenbotschafter für »StudiumPlus« zu gewinnen, einen Schritt in die richtige Richtung.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/lahn-dill/wetzlar/art641,86106

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