Wetzlar

Sechs Stunden »Handwerk live«

Wetzlar (sel). Für sechs Stunden unter dem Motto »Handwerk live« hatte die Handwerkskammer Wiesbaden ihr Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Lahn-Dill, das »Arnold-Spruck-Haus« am Dillufer, am Samstag geöffnet. Eingeladen waren vor allem Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, die in der Berufswahlphase eine Orientierung suchen.
01. Juli 2013, 22:08 Uhr
1 KREIS MHESSEN 31 - B_183434
Wie die anderen Besucher auch informiert sich Kammerpräsident Klaus Repp in den einzelnen Werkstätten. Hier besucht er die Friseure. (Foto: sel)

Im BTZ fanden nahezu 300 Besucher offene Türen in den Werkstätten der Fachbereiche Sanitär-Heizung-Klimatechik, Metall, Maler und Lackierer, Friseure, Bau, Dachdecker, Kraftfahrzeugtechniker, Elektrotechnik sowie Schweißtechnik vor.

Ausbildungsmeister und Lehrlinge standen für Erklärungen, Informationen und praktische Vorführungen bereit. Hinzu kamen zahlreiche Informationsstände von Versicherungen und Institutionen, die »nah am Handwerk arbeiten«, darunter auch die Bürgschaftsbank Hessen. Des Weiteren rundeten Fachvorträge, ein Rahmenprogramm mit Segwayfahren, einem Spieleparcours für Kinder, Musik und kulinarischen Köstlichkeiten das Angebot für die ganze Familie ab.

Junge Menschen ansprechen

Bei der Eröffnung im Schulungs- und Konferenzraum hatte Kammerpräsident Klaus Repp zuvor das Berufsbildungs- und Technologiezentrum in Wetzlar wie auch die beiden anderen Zentren in Wiesbaden als »verlängerte Werkbank der Betriebe« bezeichnet, in denen Ausbildung auf höchstem Niveau geboten werde. Nicht nur für junge Menschen, die als Lehrlinge einen Handwerksberuf erlernen, sondern auch in Form handwerklicher Erwachsenenbildung für gestandene Handwerker und qualifizierte Meister, die im BTZ gleichfalls wie der Berufsnachwuchs neue Technologien kennenlernen und ihr Wissen erweitern können.

Wetzlars Wirtschaftsdezenent Harald Semler dankte der Kammer für ihre vielfältigen Aktivitäten im und für das Handwerk als »elementarer Wirtschaftskraft« und größtem Ausbilder, Er wünschte sich und der gesamten Region ein »ständig blühendes Handwerk«. Kammer-Hauptgeschäftsführer Harald Brandes machte deutlich, dass das Handwerk »deutlich mehr ist, als im öffentlichen Bewusstsein verankert«. Das spürbar zu ändern, sei Aufgabe der Handwerkorganisationen, und dazu zähle auch der »Handwerk live«-Tag in Wetzlar. Denn je jünger die Menschen beim Kontakt mit dem Handwerk seien, »desto größer ist die Chance, dass sie später mit dem Bereich Handwerk Konkretes anzufangen wissen und leichter Zugang finden«, sagte Brandes.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/lahn-dill/wetzlar/art641,82595

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung