12. April 2012, 19:38 Uhr

Sorgen in Rechtenbach wegen Hallendach und Betreuung

Hüttenberg (agl). Mit zwei gravierenden Problemen sind die Menschen in Rechtenbach und die Gemeinde konfrontiert: Das Dach der Sporthalle wird laut Gutachten keine Schnee- oder Regenmassen mehr aushalten, und bei der Hortbetreuung für Grundschüler drohen massive Engpässe.
12. April 2012, 19:38 Uhr

Wie Bürgermeister Christof Heller am Donnerstag im Gespräch mit dieser Zeitung informierte, sei das Dach der Halle sanierungsbedürftig. Er berief sich dabei auf ein Gutachten vom Mai vergangenen Jahres.

Nach dem Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall Anfang 2006 wurden vielerorts Dachkonstruktionen überprüft, so auch an der Rechtenbacher Sporthalle. Fünf Jahre später folgte ein weiteres Gutachten – mit besagtem Ergebnis. Im Januar musste die Halle bereits vorübergehend geschlossen werden. »Sicherheit geht vor«, sagte Heller. Laut Gutachten trage sich das Dach, bei Schnee oder Regen sehe das aber anders aus. Am kommenden Montag werde er das Thema in die Gemeindevertretung einbringen und die Auseinandersetzung mit dem Problem im Haupt- und Finanzausschuss vorschlagen. Laut Schätzung würde eine Sanierung des Daches 500 000 bis 600 000 Euro kosten. Die Bandbreite möglicher parlamentarischer Beschlüsse könne von der Position reichen, nichts zu machen, außer die Halle bei Gefahr zu schließen, über eine Dachsanierung bis zu einem kompletten Neubau, sagte Heller. Das Gebäude sei Anfang der 70er Jahre errichtet worden, und über das Dach hinaus müsse in die Halle investiert werden.

Das andere Thema, das dem Bürgermeister derzeit Kopfschmerzen bereitet, ist die Grundschülerbetreuung vom Sommer an. Hintergrund: Bis Ende März konnten Eltern ihre Sprösslinge für die Kindergärten anmelden. Bisher konnten über den Verein Betreute Grundschule hinaus Schüler auch ganztags in den Kindergärten Baumgarten und Leuchtturm betreut werden. Dort gebe es aber nun so viele Anmeldungen für Ganztagsbetreuung von Kindergartenkindern, dass Baumgarten und Leuchtturm den Bedarf für Grundschulkinder nicht mehr komplett auffangen können – weder räumlich, noch personell.

Bei 15 bis 20 Grundschülern sei nun die Ganztagsbetreuung in der Schwebe. Heller betonte den Ernst der Lage und den Willen, gemeinsam mit dem Lahn-Dill-Kreis eine Lösung zu finden.



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