28. April 2011, 19:35 Uhr

Hüttenberg: FW und SPD kooperieren, und CDU schickt Heller ins Rennen

Hüttenberg (agl). Freie Wähler und Sozialdemokraten möchten in der kommenden Legislaturperiode in der Hüttenberger Gemeindevertretung weiterhin zusammenarbeiten. Gemeinsam werden FW (neun Sitze) und SPD (acht Sitze) über eine Mehrheit von drei Mandaten im Parlament verfügen.
28. April 2011, 19:35 Uhr
R. Wiener

31 Gemeindevertreter werden dem Gremium insgesamt angehören. Bei der Kommunalwahl am 27. März hatten die Freien Wähler zwei Sitze hinzugewonnen, und die SPD musste zwei Sitze abgeben. Zwei bedeutende Personalentscheidungen haben die beiden politischen Partner bereits gemeinsam getroffen. Und auch die CDU hat eine Personalie zu vermelden - im Hinblick auf die Bürgermeisterwahl, bei der am 25. August dieses Jahres ein Nachfolger für Dr. Manfred Schmidt (SPD) bestimmt wird.

Wie es am Donnerstag übereinstimmend aus den Fraktionen von FW und SPD hieß, soll der bisherige Vorsitzende der Fraktion der Freien Wähler, Heinz Zörb, den Vorsitz der Gemeindevertretung übernehmen. Als Erster Beigeordneter wird Sozialdemokrat Reinhold Wiener gehandelt, der die Nachfolge von FW-Mann Paul Hartmann antreten würde. Die CDU kündigt für den 6. Mai die Kür ihres Bürgermeisterkandidaten an, doch war bereits am Donnerstag auf Anfrage der Gießener Allgemeinen bei Dr. Dirk Frey, dem bisherigen und auch künftigen Vorsitzenden der CDU-Fraktion, zu erfahren, dass die Christdemokraten wahrscheinlich Christof Heller ins Rennen schicken werden.

Der 44-jährige Bankkaufmann wohnt in Rechtenbach und ist der Sohn des langjährigen Vorsitzenden der Freien Wähler und ehemaligen Vorsitzenden der Hüttenberger Gemeindevertretung, Hermann Heller. Den FW-Kandidaten Oliver Hölz habe man im Hinblick auf das Amt des Ersten Beigeordneten nicht unterstützen wollen, informierte Dr. Frey. Dies zum Einen, weil Hölz ein politischer Neuling sei und dieses Amt, so Dr. Frey, lediglich drei Monate bekleidet hätte, um dann - bei entsprechendem Wählervotum - auf den Bürgermeisterposten zu wechseln. Zum Anderen hätten die Freien Wähler, so die Kritik des Christdemokraten, eine Zusammenarbeit lediglich an die Personalfrage geknüpft. Die CDU habe jedoch eine Kooperation auch von einem Rahmenprogramm abhängig machen wollen, sagte Dr. Frey.

SPD möchte Bürgermeisterkandidat
oder -kandidatin bis zum 20. Mai küren

Zum künftigen Wirken in der Gemeindevertretung kündigte FW-Mann Zörb an: »Wir wollen die anderen nicht ausgrenzen. Die Konsolidierung muss gemeinsam laufen.« Die Konsolidierung des gemeindlichen Haushalts nannte Zörb als das Hauptziel. Seine Fraktion strebe außerdem an, dass alle drei großen Fraktionen Ausschussvorsitze übernehmen sollten.

Josef Fischer, künftiger Vorsitzender der SPD-Fraktion, äußerte sich am Donnerstag im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen in die gleiche Richtung, was den thematischen Schwerpunkt »Haushalt« betrifft: »Es geht ganz klar ums Geld.«

Fischer ergänzte, dass seine Partei außerdem großen Wert auf die Schulsozialarbeit, und generell auf den Bereich Jugend und Soziales lege. Wichtig sei auch die Vereinsförderung. Hüttenberg sei im Lahn-Dill-Kreis die einzige Wachstumsgemeinde, sagte Fischer und begründete dies mit der guten Infrastruktur.

Was die Aufstellung der Sozialdemokraten für die Bürgermeisterwahl betrifft, so werden sie bis zum 20. Mai eine Kandidatin oder einen Kandidaten stellen, hieß es am Donnerstag von der SPD. (Fotos: pm)

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