08. Juni 2015, 18:53 Uhr

Benefizgala in Rechtenbach für Namibia

Hüttenberg (bkl). Hintergründe und Anliegen der Partnerschaftsarbeit sind bei der elften Benefizgala für Namibia im Bürgerhaus Rechtenbach präsentiert worden.
08. Juni 2015, 18:53 Uhr
Bandmitglieder von »Back to life« aus Lützellinden bei ihrem Auftritt. (Foto: bkl)

Mehr als 1700 Euro an Spenden legten die Gäste für eine Kindertagesstätte in Okuryangava sowie für die Aids-Hilfe im evangelischen Kirchenkreis Windhoek zusammen, mit dem der Kirchenkreis Wetzlar seit 35 Jahren eine Partnerschaft pflegt. Zudem hatte die Gemeinde Hüttenberg das Bürgerhaus kostenlos zur Verfügung gestellt.

Dr. Christiane Esser, Vorsitzende des Namibia-Ausschusses im Kirchenkreis Wetzlar und Moderatorin des Abends, begrüßte
180 Gäste. Mit der Musik zum Kinofilm »Wie im Himmel«, eröffnete der CVJM-Posaunenchor Rechtenbach unter der Leitung von Andreas Nickel den musikalischen Reigen, und mit der Pop-Ballade »Ich bin bei euch alle Tage« beendete er ihn schwungvoll. Das Hüttenberger Quartett »4ever« mit Dirigent Kurt Stiem beeindruckte – teilweise am E-Piano von Jochen Stankewitz begleitet – unter anderem mit »Locus iste« von Anton Bruckner und dem »Hallelujah« von Leonard Cohen. Stankewitz dirigierte auch den MGV Eintracht Hüttenberg, der lateinisches, englisches und deutsches Liedgut im Repertoire hatte. Mit Songs wie »Take it all« und »Hanging by a moment« erreichte die 2012 als Konfi-Band gegründete Formation »back to life« aus Lützellinden besonders die jüngeren Gäste. In der Partnerschaftsarbeit werde sichtbar, dass es eine Verbindung zwischen den Christen in aller Welt gebe, machte Pfarrer i.R. Hans Herbold (Nauborn) deutlich. »Partnerschaft bedeutet für mich, nicht nur die Köpfe, sondern die Herzen der Menschen zu erreichen«, sagte er in Anlehnung an die Aussage einer Namibierin. Dazu gehörten gegenseitige Besuche und der Kontakt zu den Gemeinden.

Einen Rückblick auf Höhepunkte aus der 35-jährigen Partnerschaft und über finanzierte Aktionen gab Pfarrer Michael Lübeck. So wurde mit dem vom Kirchenkreis Wetzlar bezahlten Material beispielsweise eine Kirche in Witvlei gebaut. Die Begegnungsreisen wurden durch wechselseitige Chor- und Theaterprojekte bereichert. Derzeit werden noch drei junge Erwachsene bis 25 Jahre gesucht, die sich bem Erarbeiten eines trilateralen Musicalprojektes zwischen Botswana, Namibia und Deutschland im Herbst 2016 engagieren.

Joachim Dührkoop, Pfarrer im Gemeindedienst für Mission und Ökumene der Rheinischen Kirche, berichtete über den neuen Solidaritätsfonds, in den künftig die Spendengelder fließen werden. Die namibischen Gemeinden beantragen daraus die Finanzen für ihre Projekte. »Die Verwaltung wird reduziert und es entsteht eine Partnerschaft auf Augenhöhe«, so Dührkoop.

»Die Partnerschaftsbegegnungen haben die Herzen erreicht, denn Gottes Geist macht uns deutlich, welche Schritte wir gehen müssen«, sagte Superintendentin Ute Kannemann und dankte allen Mitwirkenden.

Infos zur Namibia-Partnerschaft unter www.kirchenkreise-braunfels-und-wetzlar.de oder bei Dr. Christian Esser unter der Telefonnummer 0 64 41/4 37 64



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos