16. Juni 2008, 21:52 Uhr

Zusammenhalten - dann werden alle Träume wahr

Wettenberg (gbp). »Sie haben ganz tolle Kinder, und Sie werden gleich Unglaubliches sehen!« Damit hatte die Jugendbildungsreferentin des Landkreises Gießen, Ingrid Macht, nicht zu viel versprochen. Was die rund 550 Zuschauer am Sonntag in der Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land erlebten, war eine umwerfende Show voller Intensität und Begeisterung.
16. Juni 2008, 21:52 Uhr

Es war Lebensfreude pur, die sich in den strahlenden Gesichtern und den ausdrucksstarken Bewegungen der jugendlichen Akteure spiegelte. In nur wenigen Stunden - einem zweitägigen Workshop - hatten etwa 80 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis mit der weltweit bekannten Entertainmentgruppe »Young Americans« gelernt, sich selbstbewusst auf der Bühne zu bewegen und sich einem großen Publikum zu präsentieren. Ergebnis war eine packende, ausdrucksvolle Revue aus Gesang, Tanz, Pantomime und, die so manches bislang verborgene Talent wirkungsvoll ins Rampenlicht setzte.

Veranstalter des Workshops waren das Jugendbildungswerk des Landkreises Gießen, die Jugendpflegen Wettenberg, Biebertal und Heuchelheim, die Gesamtschule Gleiberger Land und die Georg-Kerschensteiner-Schule Biebertal; die Veranstaltung wurde von den Kommunen Wettenberg, Biebertal und Heuchelheim, zahlreichen namhaften Sponsoren und Unternehmen in den teilnehmenden Kommunen unterstützt. Jugenddezernent Stefan Becker würdigte die Arbeit der Veranstalter und Verantwortlichen ebenso wie der Wettenberger Bürgermeister Gerhard Schmidt, Jugendbildungsreferentin Ingrid Macht, Schulleiter Andreas Jorde und der Pädagogische Leiter Achim Schwarz-Tuchscherer, der für die Durchführung des Projektes an der Schule verantwortlich zeichnete - denn der Abend galt ganz den Darbietungen der jungen Leute.

Im ersten Teil präsentierten sich die 45 jungen Mitglieder der »Young Americans« in einer fulminanten, perfekt inszenierten Performance aus Gesang, Musik und atemberaubenden Choreographien. Mit rasanten Szenen- und Kostümwechseln und beeindruckender Ausdrucksvielfalt streiften die jungen Showtalente verschiedene Musikepochen, Stilrichtungen von Klassik bis Hip-Hop, von Jazz bis Musical, begleitet vom frenetischen Beifall der Zuschauer vom ersten Ton bis zum letzten Lied, das sie zu Ehren der Gastgeber in Deutsch sangen: »Kein schöner Land in dieser Zeit«.

Mit ihrer Show wollten die jungen Amerikaner das Publikum und nicht zuletzt die Nachwuchsakteure »aufwärmen« für den mit Spannung erwarteten Höhepunkt: die Performance der jungen Workshopteilnehmer. Der berühmte »Funke«, Temperament, Begeisterung und Lebensfreunde der »Young Americans«, war offenbar übergesprungen - in der Pause vor ihrer Darbietung fieberten die Akteure ihrer Show zwar freudig entgegen, waren »höchstens ein klein bisschen aufgeregt«, so die fünf Mädchen aus 5. und 6. Klasse der Gesamtschule Gleiberger Land, Katharina, Carla, Luisa, Jana und Janina Lena kurz vor ihrem Auftritt, in dem sie vor vielen Leuten tanzen und singen. Der Workshop hat die Schülerinnen begeistert, »Es war einfach toll«, erzählen sie, sogar ihre Englischkenntnisse haben sie ausprobiert. Schon ein »alter Hase« ist der 13-jährige Tobi aus Ehringshausen, der in der Show als Solosänger auftritt obwohl er sonst eher begeisterter Sportler ist. Er hat schon zum zweiten Mal an dem Workshop teilgenommen und resümiert: »Ich find's einfach cool«.

Dann war es so weit. Die 80 Kinder und Jugendlichen stürmten in roten, blauen und gelben T-Shirts der »Young Americans« die Bühne und das Publikum war überwältigt von dem, was in den beiden Tagen entstanden ist und mit wie viel Begeisterung, Energie und Selbstbewusstsein die »Young Americans« die Kinder und Jugendlichen in den beiden Tagen »geladen« haben. Sie singen, tanzen und schauspielern, als hätten sie nie etwas anderes gemacht, und sind auf der Bühne kaum von ihren »Coaches« zu unterscheiden, die selbst nicht viel älter sind. Die Aufführung mit Elementen aus Klassik, Jazz, Pop, Hip-Hop, Musical, Tanz und Slapstick bot zahlreiche erstaunliche Solodarbietungen junger Tänzer und Sänger, man entdeckte echte Hip-Hopper und Rapper, eine Schülerin trug sogar ein selbstgeschriebenes Liebeslied an ihren Freund vor. Die Kinder und Jugendlichen beeindruckten gleichermaßen solo wie im Zusammenspiel .

Die« Young Americans«, seit etwa 40 Jahren in den USA ein fester Begriff, starteten 1992 die pädagogische Initiative »Music Outreach Tours«, der seitdem weltweit Aufsehen erregt. Wie Associate Director Merrilee Webb (Associate Director) und Michael W. Heib (Generalmanager Europa) mitteilen, touren die jungen Amerikaner damit nicht nur in Schulen und Jugendbildungsstätten und Behinderteneinrichtungen, sondern wagen sich nun an ein ganz neues Terrain: Die Lehrerausbildung. (Kontakt und Infos unter www.youngamericans.eu). Ausdruck für Stil, Anliegen und Ziel der Workshoparbeit ist auch gemeinsame Lied, das immer am Ende der Shows steht: If we hold together...«, singen sie und halten sich an den Händen, »... all our dreams will come true«: Wenn wir fest zusammenhalten, dann werden alle Träume wahr.



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