20. Dezember 2009, 20:38 Uhr

Lappländisches Märchen mit Eis und Schnee

Wettenberg (m). »Hauskaa Joulua«, hieß es am Samstag und Sonntag in Krofdorf-Gleiberg. Auf finnisch wünschte man sich so »Frohe Weihnachten« auf dem Sorguesplatz. Iglus, Huskies, Rentiere, Tipis, Lichterglanz und Kunsthandwerk sowie Essen und Trinken boten mehr als einen »normaler« Weihnachtsmarkt - hatte sich doch schon im Vorfeld mancher gefragt hatten: »Wie, noch ein Weihnachtsmarkt in Krofdorf-Gleiberg?«
20. Dezember 2009, 20:38 Uhr
Nordischer Winter: Kunsthandwerkliches themenbezogen. (Fotos: m)

Wettenberg (m). »Hauskaa Joulua«, hieß es am Samstag und Sonntag in Krofdorf-Gleiberg. Auf finnisch wünschte man sich so »Frohe Weihnachten« auf dem Sorguesplatz. Iglus, Huskies, Rentiere, Tipis, Lichterglanz und Kunsthandwerk sowie Essen und Trinken boten mehr als einen »normaler« Weihnachtsmarkt - hatte sich doch schon im Vorfeld mancher gefragt hatten: »Wie, noch ein Weihnachtsmarkt in Krofdorf-Gleiberg?«

Es war eben kein Weihnachtsmarkt im herkömmlichen Sinne, denn unter dem Motto, »Nordischer Winter« verwandelten sich die Flächen rund um das Rathaus zu einem echten lappländischen Wintermärchen. Nicht zuletzt auch wegen der knackigen Temperaturen gab es für die Gäste realistisches Nordland-Feeling.

Die Kulturconsult hatte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wettenberg diese Veranstaltung auf die Beine gestellt. Der Schirmherr, Bürgermeister Gerhard Schmidt, hieß die Gäste willkommen. Für die Kleinen unter ihnen gab es wichtige neue Erkenntnisse: nämlich das die beiden echten Rentiere nicht Rudi hießen und die einzigen waren, die keine roten Nasen hatten. Die hatten dafür die Besuchter, bei gefühlten minus 20 Grad, und das war auch der Grund, warum die Mannen des Volksmusikvereins so oft ihre Blechblasinstrumente so nahe an die Heizsäulen hielten, denn ansonsten wären die Ventile von Trompete, Tuba und Posaune eingefroren.

Interessante Einblicke gab es in das sámische Nomadenlager mit Renrajd Vualka. Dort wurde gezeigt, wie auch heute noch solch ein Lager von einer Familie während der Begleitung der Rentierherden in Gebrauch ist - mit dem Lavvo (dem Sámizelt), den Rentierschlitten und der Lagerstelle mit Fellen, Hausrat und Gegenständen aus der Rentierhaltung, wie sie zu den überlebenswichtigen Dingen auf dem Weg durch die riesigen und eisigen Weiten der Tundra gehören. Zu einem richtigen nordischen Winter zählen auch die Huskies, und Wissenswertes und Interessantes über ihre Siberian und Alaska Huskies vermittelten Petra Fleschen und Klaus Peter Hellwinkel aus Rodheim-Bieber.

Neben ausgewählten kunsthandwerklichen Ständen war natürlich auch der Speisezettel ganz auf den nordischen Winter abgestimmt: Zu den zwar fremdartigen aber wohlschmeckenden Gaumenfreuden zählten Elchgulasch in Brottasse, gegrillter Fisch und »Köttbulla«, die traditionellen schwedischen Fleischbällchen. Jörg Leibold-Meid bot mit seiner Kutsche weihnachtlichen Rundfahrten an und wer es gerne etwas rauer haben wollte, war beim Rentier-Riding im Iglu richtig. Wer dort auf dem imaginären Rentier eine gute Figur machte, konnte sich anschließend an der Elchbar einen Kräuterschnaps gönnen.

Die Kinder waren bereits am Samstag im Rahmen der Eröffnung zu einem Wichtel-Lampionzug eingeladen gewesen. Von der Hauptstraße bis zum Sorguesplatz zog sich der bunte Lindwurm.

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