31. August 2008, 19:12 Uhr

I say: Thank you for the Music

Wettenberg (m). »Resolut«. »Sie weiß, von was sie spricht« und »Sie hat eine ansprechende, klare und sonore Stimme«. So antwortet jemand auf die Frage, was ihm spontan zu Nora einfällt - einer der es wissen muss, weil er sie schon lange kennt und weil er eine nicht minder ansprechende Stimme hat: Gerhard Schmied, alias »SchmiedLoaf«. Er zählt zu den Urgesteinen der mittelhessischen Rockszene, erfüllte sich mit dem »SchmiedLoaf«-Programm einen Traum, und er leistete einenbemerkenswerten Beitrag in einem ebenso bemerkenswerten Konzertwochenende von und mit Nora Schmidt am Samstag auf Burg Gleiberg unter dem Motto: »40 Jahre Nora & Musik«.
31. August 2008, 19:12 Uhr
Nora in Begleitung von Stephan Geiger.

Wettenberg (m). »Resolut«. »Sie weiß, von was sie spricht« und »Sie hat eine ansprechende, klare und sonore Stimme«. So antwortet jemand auf die Frage, was ihm spontan zu Nora einfällt - einer der es wissen muss, weil er sie schon lange kennt und weil er eine nicht minder ansprechende Stimme hat: Gerhard Schmied, alias »SchmiedLoaf«. Er zählt zu den Urgesteinen der mittelhessischen Rockszene, erfüllte sich mit dem »SchmiedLoaf«-Programm einen Traum, und er leistete einenbemerkenswerten Beitrag in einem ebenso bemerkenswerten Konzertwochenende von und mit Nora Schmidt am Samstag auf Burg Gleiberg unter dem Motto: »40 Jahre Nora & Musik«. Es folgte am Sonntag das Konzert von Nora im Burghof gemeinsam mit der Bigband der TSG Steinbach, mit der die Sängerin aus Krofdorf ebenfalls seit einem Jahrzehnt zusammenarbeitet.

Am Samstagabend war Nora mit ihrer Band zu hören - und eben mit einem alten Freund. Gerhard Schmied und Nora kennen einander seit rund einem Vierteljahrhundert, haben oft gemeinsam auf der Bühne gestanden seit den gemeinsamen Tagen im Orchester der Gießener Uni-Big-Band bei Alwin Hofmann. Vier Stücke umfasste der Block »Nora und Gerhard« und mit Lionel Richies Rockballade »Endless Love« (»Mein Geliebter, in meinem Herzen gibt es nur dich«) ging' s los - ein Herzenswunsch von ihr, wie sie bekannte. Zu Ehren kam auch Jon Bon Jovi: »Bed of Roses«. Mit »That's what friends are for« verabschiedete sich »Schmiedloaf« wieder, aber nicht ohne zuvor »For crying out loud« zum Besten zu geben. Aus der Uni-Big-Band-Zeit stammten auch die beiden Titel »Tuxedo Junction« und Sinatras Klassiker »New York, New York«, mit denen Nora die Begegnung mit Gerhard Schmied einleitete. Gerhard Schmied ist Jahrgang 1959 und damit ein Jahr jünger als Nora, die in wenigen Tagen ihren 50. Geburtstag feiern darf. Mit zehn Jahren begann sie zu singen, wie Edith Piaf, die große, französische Chansonsängerin, die Nora so gerne interpretiert, und deshalb durften Stücke wie die »Hymne à l'amour« und »Non, je ne regrette rien« nicht fehlen. Auch Nora hat bislang nichts bereut, nichts verloren von ihrer Leidenschaft und Neugierde. Mit einem breit gefächerten Interessensspektrum war sie immer »unterwegs«, wie sie auch mit dem Titel einer ihrer CD's bekennt.

»Imagine« von John Lennon - damit eröffnete die Sängerin ihr Konzert. Konstantin Wecker, Stefanie Werger, Joan Baez und eben Edith Piaf - sie gehören mit ihren musikalischen Lebensleistungen zu denen, die Nora stets und gerne in ihrem Repertoire hat. Kritisch, nachdenklich und tiefsinnig meist die Texte, aber auch mal witzig und frech. Beispielsweise »Wir brauchen Männer«, ein fetziges Stück, oder »Liebe ist mollig«. Bei den sanften, ruhigen Liedern, da mischte sich im Burghof in der lauen Spätsommernacht noch der Gesang der Grillen mit Noras sanfter Stimme. »Can you feel the Love tonight«, »Halt mich« und »That'll be the day« standen ebenso auf dem Programm wie, »Somewhere over the Rainbow«, oder Simon & Garfunkels Welthit »Bridge over troubled water«.

Mit Nora musizierten Tobias Lauber (Piano), Arne Kühr-Schlierbach (Gitarre), Hans Bill (Bass), Andreas Kühr (Schlagzeug), Jörg Eichberger (Tenorsaxophon), Alexander Fischer (Altsaxophon), Christoph Beck (Trompete) und Carsten Schäfer (Posaune). Mit »My Way« und »Thank you for the music« bedankte sich Nora bei ihrem Publikum.

Die vielen Stationen ihres von der Musik geprägte Lebens und Schaffens skizzierte zwischen den einzelnen Liedblöcken André Kessler, der den dreistündigen Konzertabend moderierte.

Nora auf Burg Gleiberg - das war für sie ein Heimspiel, denn in Krofdorf stand ihre Wiege, dort machte sie bei den Harmonika-Junioren ihre ersten musikalischen Schritte, dort arbeitet sie als Jugendpflegerin bei der Gemeinde, lebt aber in Heuchelheim. Das Repertoire ihres Konzertes war eine Wegbeschreibung, bot die Vielfalt dessen, was sie alles probiert hat und damit für jeden Geschmack etwas. Die Gäste waren begeistert, gut 500 fanden im Laufe des Abends den Weg auf den Burghof. Veranstalter war die Gemeinde Wettenberg in Zusammenarbeit mit dem Gleibergverein.

Gestern musikalische Bonbons von Nora und der Bigband der TSG Steinbach

Am gestrigen Sonntagnachmittag war Nora im Burghof mit der Big-Band der TSG Steinbach zu hören beim zweiten Teil des konzertanten Wochenendes »40 Jahre Nora & Musik«. Rund 300 Gäste mögen es gewesen sein, die den Weg zur Burg Gleiberg fanden. Dort erwartete die Besucher ein besonderes Bonbon: Nora und die TSG Bigband aus Steinbach bildeten eine besondere Klangformation, wie man sie nicht alle Tage zu hören bekommt. Seit 17 Jahren besteht die Bigband mit ihren 18 versierten Musikern, und seit einem Jahrzehnt arbeitet auch Nora mit den Steinbachern zusammen. Das ist ein Jahrzehnt von ihrer insgesamt inzwischen 40-jährigen Bühnenerfahrung als Sängerin, die der Anlass für dieses Konzert war, bei dem Instrumentalstücke und Lieder von Nora im Wechsel erklangen. Vom klassischen Bigband-Jazz à la Glenn Miller und Duke Ellington über Oldies und Schlager bis hin zu modernen Arrangements aus Rock, Pop und Jazz reichte das Repertoire. Mit Glenn Millers »In the mood« begann der konzertante Nachmittag, moderiert wie auch schon der Vorabend, von André Kessler. »Tuxedo Junction«, den Titelsong des Films »The Manhattan Transfer«, sang Nora anschließend. Ihre warme, samtige Stimme harmoniert hervorragend mit der exzellenten Bläser-Sektion. Bei den Stücken »Somethin' stupid« und der Zugabe »Sentimental Journey« begleitete sie der Bandleader Stephan Geiger, ehedem Leiter des Bundeswehr-Musikkorps Gießen und studierter Saxophonist, eben auf dem Tenorsaxophon. »Colors of the Wind« gehörte gestern ebenso dazu wie »I know why« und »Sunnyside of the Street«, um nur einige Stücke aus dem breit gefächerten Repertoire der Sängerin zu nennen und die Bigband brillierte beispielsweise mit »Take five«, »Children of Sanchez«, »Bad, Bad Leroy Brown« sowie dem »Mambo Nr. 5«.

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