30. Mai 2016, 11:53 Uhr

Höchste SPD-Auszeichnung für Gerhard Schmidt

Wettenberg (con). Gerhard Schmidt muss in der Großgemeinde Wettenberg wohl kaum noch vorgestellt werden. Kaum ein anderer SPD-Politiker hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so in der Kommunalpolitik hervorgetan – und das nicht nur während seiner 24 Jahre als Bürgermeister der Gemeinde. Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins erhielt er am Freitag von Thorsten Schäfer-Gümbel die Willy-Brandt-Medaille – die höchste Auszeichnung, die die deutsche Sozialdemokratie vergibt.
30. Mai 2016, 11:53 Uhr
Ehrungen bei der SPD Wettenberg (von links): Gerhard Schmidt (Willy-Brandt-Medaille), Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Funck, Klaus Schwalb (60 Jahre Mitgliedschaft), Hans-Peter Steckbauer (Ehrenvorsitzender), der Vorsitzende des Wettenberg SPD-Ortsvereins Ralf Volgmann, Thorsten Schäfer-Gümbel und Landrätin Anita Schneider. (Foto: con)

»Seit über 44 Jahre arbeitet er als Sozialdemokrat vorbildhaft für die Gemeinde und hat immer die Werte der Sozialdemokratie hochgehalten«, lobte Schäfer-Gümbel seinen langjährigen Wegbegleiter. »Deshalb freut es mich auch so sehr, ihm diese ganz besondere Ehrung zukommen zu lassen.«

»Das macht man im Team«

Am 1. September 1972 sei Schmidt in die SPD eingetreten. Der Anlass sei damals die berühmte Rede Willy Brandts gewesen, in der dieser »Mehr Demokratie wagen!« gefordert habe. Von 1979 bis 1986 sei Schmidt dann als Gemeindevertreter aktiv gewesen, von 1986 bis 2010 Bürgermeister in Wettenberg. In seine Zeit seien viele große Projekte gefallen, die Wettenberg vorangebracht hätten, darunter die Ortsumgehung Krofdorf-Gleiberg, die dortige Ortskernsanierung, die Dorferneuerungen in Wißmar und Launsbach, die Etablierung der Bus-Linie 800, der Ausbau des Radwegenetzes in Wettenberg und die Erschließung des ökologisch orientierten Gewerbeparks. Er habe sich auch in der Familienpolitik und für das gute Zusammenleben in der Gemeinde engagiert. »Auch durch ihn hat sich Wettenberg zur sozialdemokratischen Vorzeigekommune entwickelt«, würdigte Schäfer-Gümbel diese Leistungen. »Auch in der Stadt Gießen hat man immer geschaut, was ihr hier in Wettenberg auf die Beine stellt«. Noch engagiere er sich viel, wie beispielsweise in den deutsch-französischen und deutsch-ungarischen Partnerschaftsvereinen.

Zu dieser großen Ehre wollte Gerhard Schmidt aber nur wenige Worte verlieren. Er habe nur immer versucht, die sozialdemokratischen Grundwerte hochzuhalten, erklärte er. Vielmehr war ihm etwas anderes wichtig: »Das alles konnte ich nicht alleine schaffen«, so Schmidt. »Man ist nie alleine – das macht man im Team.« Und ohne die vielen zuverlässigen Helfer hätte er das alles nicht schaffen können.

Neben Schmidt wurden bei der Versammlung noch zwei weitere verdiente Mitglieder der Wettenberger Sozialdemokraten geehrt: Seit 60 Jahren Mitglied ist Klaus Schwalb. »Unglaubliche 60 Jahre«, wie Schäfer-Gümbel bemerkte. »Das kommt sogar bei mir als Landesvorsitzender nur sehr selten vor, dass man jemanden für so eine lange Zeit in der Partei ehren kann«.

Weiterhin wurde Hans-Peter Steckbauer zum Ehrenvorsitzenden der Fraktion ernannt. Diese Ehre erhält er wegen seiner jahrzehntelangen Unterstützung im Vorstand und der Gemeindevertretung, in der er als Vorsitzender tätig ist.

Neben Schäfer-Gümbel gratulierten auch Landrätin Anita Schneider, Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Funck, Gießens Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz und der Vorsitzende der Wettenberg SPD-Ortsgruppe Ralf Volgmann allen Geehrten.

Neben den Ehrungen standen weitere Punkte auf der Tagesordnung. Unter anderem blickte Volgmann auf die Kommunalwahlen zurück. Auf Landkreisebene habe die Wettenberger SPD das beste Ergebnis für ihre Partei verzeichnet. »Dafür dankt der Vorstand allen Aktiven während der Wahlkampf-Zeit«, so Volgmann. Für die nächste Kommunalwahl setzen sich die Sozialdemokraten zum Ziel, wieder die 50-Prozent-Marke in ihrer Gemeinde zu erreichen.

Abstimmen mussten die versammelten Mitglieder über den Kooperationsvertrag mit den Wettenberger Grünen: Statt einer Koalition will man hier eine Kooperation mit der Fraktion der Grünen anstreben. Die beiden Fraktionen werden einen gemeinsamen Kooperationsausschuss bilden, der sich mit der Umsetzung der kommunalpolitischen Ziele beschäftigen wird.

Dieser wird sich regelmäßig treffen. Das Konzept der Kooperation stieß bei den Mitgliedern auf große Zustimmung. Alles Anwesenden sprachen sich für die geplante Kooperation aus.

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