15. August 2010, 18:58 Uhr

Hochklassiges Konzert in Krofdorf-Gleiberg

Wettenberg (mo). Mit dem Irischen Reisesegen »Möge der Weg dir freundlich entgegen kommen« entließ am Samstagabend der Krofdorfer Pfarrer Christoph Schaaf 120 Konzertbesucher und die vielen Aktiven, Sängerinnen und Sänger und Instrumentalisten des Open-Air-Konzertes im Kirchengarten an der Margarethenkirche in den lauen Sommerabend.
15. August 2010, 18:58 Uhr
Sopranistin Sibille Hornivius mit dem Kleinen Chor der »Liederblüte«. Der Werkschor (hinten) blieb für seinen nächsten Einsatz mit auf der Bühne. (Foto: mo)

Wettenberg (mo). Mit dem Irischen Reisesegen »Möge der Weg dir freundlich entgegen kommen« entließ am Samstagabend der Krofdorfer Pfarrer Christoph Schaaf 120 Konzertbesucher und die vielen Aktiven, Sängerinnen und Sänger und Instrumentalisten des Open-Air-Konzertes im Kirchengarten an der Margarethenkirche in den lauen Sommerabend. Endlich konnte einmal ein Konzert für die im Dezember 2006 gegründete Denkmalstiftung für die evangelischen Kirchen in Krofdorf und Gleiberg als Open-Air- oder »Klappstuhlkonzert« angeboten werden.

Mit der Margarethenkirche im Rücken und der Katharinenkirche auf dem Gleiberg im Blick, erlebten die begeisterten Besucher ein hochrangiges Konzert, gestaltet von Mitwirkenden aus der Region. Pfarrer Schaaf freute sich, der Solistin Sibille Hornivius, als Pianisten Dr. Hans Jürgen Gerlach und den Kleinen Chor der »Liederblüte« Garbenteich, deren Männerchor und den Weiss’schen Werkschor begrüßen zu können. Überraschend hatte sich mit Prof. Dr. Oberlechner, ein Sport- und Betriebspsychologe aus Wien, der mit Dr. Gerlach befreundet und in Gießen dienstlich zu Besuch ist, ein gekonnt-lockerer Moderator für die Veranstaltung gefunden. »Ich hörte von dem Konzert und dachte, als studierter Musiker könntest du dir das doch mal anhören«, sagte der Professor, und schon war er der rechte Mann am richtigen Platz.

»Klänge zwischen Kirche und Burg« hatten die Verantwortlichen dem Konzert als Thema gegeben, und das Programm in »Natur und Garten«, »Sommer, Sonne - Azzuro Bella Italia« und »Folklore« unterteilt. Entsprechend der Themen waren die Liedbeiträge zugeordnet.

Der kleine Chor der »Liederblüte« Garbenteich, der aus dem etablierten Chor entstanden ist (geleitet von Karsten Becher), erfreute mit »This is the month of Maying« (Thomas Marley) und den zwei Stücken »Rosmarien« und »Wir lieben sehr im Herzen drei schöne Dinge fein« von Johannes Brahms. Dr. Gerlach bot auf dem Flügel verschiedene Kompositionen zu »Kommt ein Vogel geflogen«. Es war nicht einfach für die Besucher, die richtigen Schöpfer zuzuordnen. Der Weiss’sche Werkschor, gegründet im Jahr 2006, überraschte - von Ottmar Hasenpflug sehr gut eingestimmt - mit »Belle Rose du Printemps« (Teo Usuelli) und mit dem Jägerchor aus der Oper »Der Freischütz« von Carl Maria von Weber. Mit einem weiteren Höhepunkt stellten sich der Kleine Chor der »Liederblüte« und die Sopranistin Sibille Hornivius mit dem »Vilja-Lied« aus »Die lustige Witwe« von Franz Lehár vor.

Was passt zu »Sommer, Sonne - Azzuro Bella Italia«? Die Sopranistin Sibille Hornivius stellte, von Dr. Gerlach am Flügel begleitet, die Titel »Kennst du das Land« (Beethoven), »Ebben, n’andro lontana« aus »La Wally« von Alfredo Cotalani, »A vuccella« von Paolo Tosti und »Core Ngrato« von Salvatore Cardillo vor. Der Weiss’sche Werkschor packte »Nabucco« von Guiseppe Verdi mit in den zweiten Programmteil, und Dr. Gerlach spielte als Klaviersolo ein Menuett von Ludwig van Beethoven.

Teil drei des Programms, »Folklore«, galt als großer Auftritt für den Männerchor der »Liederblüte« Garbenteich, geführt von Jürgen Schöffmann. Es erklangen »Wolga-Räuber«, »Tebje pojem« (Oh Herr, gib Frieden) und »Weit gehen die Gedanken«. Mit »O habt acht« aus dem Zigeunerbaron von Johann Strauß und »Habanera« aus »Carmen« (Bizet), von Sibille Horivius gesungen, und dem Klaviersolo zur Sinfonie »Aus der neuen Welt« (Dvorak) endete das offizielle Programm.

Sehr gut gefiel den Besuchern auch das Klavierduett mit Dr. Grlach und dem kleinen Leopold Neiberger aus Wißmar. Vierhändig spielten die beiden eine Etüde von Franzesko Diabelli. Die Besucher erklatschen sich zwei Zugaben, das Wiegenlied von Benjamin Godard, gespielt von Dr. Gerlach und »Schwarzbraun ist die Haselnuss«, hervorragend dargeboten vom Weiss’schen Werkschor.

Die Zuhörer spendeten reichlich Beifall, beeindruckt vom vielschichtigen Können der Solisten und Chöre. Es war zu spüren, dass Singen und Musik bei den Aktiven des Konzertes einen hohen Stellenwert hat, wurden doch die anspruchsvollen Musikstücke mit viel Feingefühl, Verständnis, Können und Freude interpretiert.

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