07. März 2010, 19:12 Uhr

Gar kurzweiliger Abend mit Manfred Fink

Wettenberg (sav). Von Melodien aus Oper, Operette und Musical über spanische Volkslieder bis hin zum Männerchor der Alt-Handballer – die musikalische Vielfalt war groß beim Konzert »Handball meets Oper«, zu dem der Förderverein der HSG Wettenberg für Freitag in die Krofdorfer Kulturhalle eingeladen hatte.
07. März 2010, 19:12 Uhr
Whitney Chenth, Manfred Fink und Heinrich Hamacher. (Fotos: sav)

Wettenberg (sav). Von Melodien aus Oper, Operette und Musical über spanische Volkslieder bis hin zum Männerchor der Alt-Handballer – die musikalische Vielfalt war groß beim Konzert »Handball meets Oper«, zu dem der Förderverein der HSG Wettenberg für Freitag in die Krofdorfer Kulturhalle eingeladen hatte. Die gut 250 Besucher – nicht nur Sportfreunde, auch allgemein Musikinteressierte – hatten ihre Freude. Gaststar des Abends war der Opernsänger Manfred Fink. Er stammt aus der Wetterau, singt an der Oper in Düsseldorf – und kennt sich in Hüttenberg aus, wo auch HSG-Trainer Eckhard Mack zu Hause ist. Der plauderte denn auch aus dem Nähkästchen: »Der Manni« habe schon auf den Bühnen New Yorks und Mailands gesungen und »bei meiner Hochzeit in der Kirche« – nun kommt Krofdorf zu den Stätten der großern Erfolge hinzu. »Er singt erste Bundesliga, wir streben das noch an«, witzelte »Ecky« Mack. Die Moderation der Veranstaltung oblag Birger Schnepp.

Mit der »Barcarole« aus der Oper »Hoffmanns Erzählungen« machten die in Krofdorf beheimatete Sängerin Barbara Yeo-Emde, deren Schülerin Manja Treue sowie Ute Mann am Piano den Anfang. Sie gaben zudem Lieder aus den Musicals »West Side Story« und »My Fair Lady«. Überragend die beiden Sängerinnen später mit ihrem Duett »Tell him«; da begleitet von Jens Blecker.

Mit »Pourqoui me reveillier« aus »Werther« begann Finks großer Auftritt. Begleitet wurde er von dem Pianisten Whitney Chenth. Wer meinte, ein Tenor könnte nur Opern und »schwere Sachen« singen, wurde am Freitag eines anderen belehrt. Zusammen mit Heinrich Hamacher, ehemaliger deutscher Meister im Akkordeonspiel, gab er – kurzweilig aufgelegt und selbst zum gleichen Instrument greifend – Volksweisen zum Besten. Das von Mario Lanza bekannte »Funiculì, Funiculà« aus dem Neapolitanischen, die vor rund 150 Jahren erstmals gespielte Habanera »La Paloma« oder etwa Carusos »Vieni al mare«.

Zum Abschluss kündigte Schnepp noch eine Überraschung an, die vor allem unter die »Szenegänger« im Publikum erheiterte. Rund 20 Alt-Handballer stürmten die Bühne – und mit Bürgermeister Thomas Brunner auch ein Nicht-Handballer. Mit der Unterstützung von Fink und Hamacher sangen sie aus dem von den Vorvätern überlieferten und in Jahrzehnten immer weiter erweiterten »Dusch-, Theken- und Stammtisch-Repertoire« die Lieder »Es scheint der Mond so hell« und – der absolute Klassiker unter den Handballern – »Kameraden, wir haben die Welt geseh’n«.

»Wir stellen uns gern den Herausforderungen«, unterstrich Schnepp, »und wir hatten den Mut, dieses Highlight auf die Beine zu stellen.« Mit dem gesamten Abend und dem Zuspruch der 250 Besucher sei man »vollkommen zufrieden«. Der Erlös kommt der Jugend des Handballvereins zugute.



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