09. Juli 2008, 17:40 Uhr

Eine »Frau Kümmerer« für das Gleiberger Land

Wettenberg (age/so). Sie ist 47 Jahre alt, in Wetzlar aufgewachsen, hat Ausbildungen als medizinische Bademeisterin, Restaurantfachfrau und touristische Betriebswirtin - und damit nach Auffassung ihrer Arbeitgeber beste Voraussetzungen, als Touristik-Fachkraft für das Gleiberger Land zu arbeiten.
09. Juli 2008, 17:40 Uhr
Elisabeth Blöchlinger ist neue Tourismus-Fachkraft im Gleiberger Land. Sie wurde gestern von den Bürgermeistern Helmut Fricke (Heuchelheim) und Gerhard Schmidt (Wettenberg), dem Biebertaler Ersten Beigeordneten Peter Kleiner und Personalrat Thomas Hochstein willkommen geheißen. (Foto: Geck)

Wettenberg (age/so). Sie ist 47 Jahre alt, in Wetzlar aufgewachsen, hat Ausbildungen als medizinische Bademeisterin, Restaurantfachfrau und touristische Betriebswirtin - und damit nach Auffassung ihrer Arbeitgeber beste Voraussetzungen, als Touristik-Fachkraft für das Gleiberger Land zu arbeiten. Elisabeth Blöchlinger wurde gestern im Holz- und Technik-Museum Wißmar vorgestellt. Sie wird für die Gemeinden Biebertal, Heuchelheim, Lahnau und Wettenberg in den nächsten Monaten touristische Ressourcen der Region zusammenführen und daraus interessante Angebote formen. War sie bisher als Organisatorin - etwa für die Chorolympiade - auf der Nachfrageseite aktiv, hat sie nunmehr die Fronten gewechselt. Eine spannende Aufgabe sieht sie auf sich zukommen. Ziel wird es sein, Urlauber zu mehr Langzeitaufenthalten im Gleiberger Land zu bewegen. Dazu bedarf es vieler Gespräche mit allen Beteiligten, Informationen sind zu sammeln und Projekte auf den Weg zu bringen.

Dafür hat sie im Vorfeld beim Landkreis in der Tourismusförderung vier Wochen an der Seite von Gaby Gotthardt in die Szene »reingeschnuppert«. Die Bürgermeister Gerhard Schmidt (Wettenberg) und Helmut Fricke (Heuchelheim) betonten, wie wichtig es sei, eine zentrale Anlaufstelle für diese Aufgabe zu haben.

Zu der befristeten Teilzeitstelle, die seit dem 1. Juli im Holz- und Technikmuseum in Wißmar eingerichtet ist, gehört unter anderem das Erarbeiten von Pauschalangeboten und Programmbausteinen ebenso wie das Wahrnehmen einer »Scharnierfunktion« zwischen Gastronomie und Hotellerie sowie Vereinen, Museen und weiteren Anbietern etwa für Planwagenfahrten, den Kommunen und der AG »Tourismus im Gießener Land« beim Landkreis.

Hinzu soll die Zusammenarbeit mit den örtlichen Reisebüros kommen, um Angebote gemeinsam beziehungsweise mit deren Hilfe zu vermarkten. Nicht zuletzt geht es um Marketing bei Veranstaltungen und auf Messen sowie das Gestalten von Anzeigen. Nicht zu vergessen die Pflege von <%LINK auto="true" href="http://www.gleibergerland.de" text="www.gleibergerland.de" class="more"%>

Bürgermeister Helmut Fricke hatte bereits im Vorfeld klargemacht: Es gehe um Wirtschaftsförderung im Wortsinne. Denn von einem Ausbau der touristischen Infrastruktur im Gleiberger Land profitierten letztlich Gastronomen, Hotels und Geschäfte. Es gehe auch nicht darum, Touristenscharen ins Gleiberger Land zu holen, sondern vielmehr die vorhandenen Potenziale besser zu vermarkten.

Am 13. August Informationsveranstaltung

Es solches Programm, wie es den »Hessentestern« vor anderthalb Jahren geboren wurde, gelte es mit gleichen oder ähnlichen Bausteinen zum Standard zu machen. Dafür bedürfe es eines professionellen »Kümmerers«. Die Kooperation sei unstrittig, betonte Biebertals Erster Beigeordneter Peter Kleiner, der Unstimmigkeiten im Vorfeld mit »Informationsdefiziten« begründete. Denn in der Gemeinde Biebertal wurde nach kontroverser Debatte mit den Stimmen der Parlamentsmehrheit von SPD und CDU die Co-Finanzierung der Stelle abgelehnt. So tragen nunmehr Heuchelheim, Lahnau, Wettenberg und die GIAG die Kosten; die Vertreter der drei Kommunen versicherten aber umgehend nach dem Biebertaler Votum, man werde die Gemeinde am Dünsberg nicht außen vor lassen, sondern als wichtiges Element des Gleiberger Landes weiter einbinden.

Am 13. August findet auf Burg Gleiberg eine Informationsveranstaltung mit schon jetzt gemeldeten rund 60 Teilnehmern statt, bei der es in erster Linie um den Austausch von Erfahrungen und Ideen gehen soll. Auch da wird für die Arbeit von Blöchlinger geworben.



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