24. Februar 2016, 14:33 Uhr

Druckerei Bender in Wettenberg investiert weiter

Wettenberg (no). »Innovative Zukunft braucht innovative Herkunft!« Der in der Druckerei Bender in Krofdorf-Gleiberg verinnerlichte Wahlspruch war im Herbst ausdrücklich zu vernehmen, als das Unternehmen sein 110-Jähriges feierte. Auch dieser Tage konnte ihn wieder hören, nachdem in der Weiterverarbeitung, früher hieß man das Buchbinderei, ein nagelneuer Broschurenfinisher von Theißen & Bonitz montiert war.
24. Februar 2016, 14:33 Uhr
Melanie Beimel (links) und Jerome Muszy (r.), die Druckerei-Bender-Geschäftsführer, mit zweien ihrer Mitarbeiter am neuen Broschurenfinisher in der Weiterverarbeitung. (Foto: no)

Die 250.000-Euro-Maschine ist in der Lage, stündlich einzelne Seitenbogen für bis zu 4000 Broschuren zusammenzutragen, sie zu falzen und auch zu heften. Dabei sind Auflagen von bis zu 50.000 Stück in kurzer Zeit realisierbar.

Die Branche ist geprägt durch Wettbewerbsdruck der sogenannten Onlinedruckereien. Zudem werden klassische Printpublikationen zunehmend durch neue Medien abgelöst. Mit dem von Gutenberg übernommenen Erbe allein ist es nicht mehr getan: Flotter Schriftsatz und gute Typografie sowie exzellente Druckqualität reichen kaum zum wirtschaftlichen Erfolg aus in einer Zeit, in der jeder PC-Besitzer meint, auf klassische Druckereien verzichten zu können.

»Kompetenter Printdienstleister«

Melanie Beimel, Urenkelin des Firmengründers, und Wirtschaftsingenieur Jerome Muszy, von Haus aus Drucker, sind seit Anfang 2015 alleinige Geschäftsführer der Druckerei in der Poststraße, mitten im Dorf. Sie wollen das Unternehmen langfristig und nachhaltig ausrichten, wollen einen Investitionsstau vermeiden.

Zwar sind und bleiben die Mitarbeiter der Eckpfeiler des Familienbetriebes eine feste Größe. Daneben ist aber der Maschinenpark ein bedeutsamer Kalkulationsfaktor, um Druckaufträge von hoher Qualität zeitnah abwickeln zu können. Apropos Kosten: Günstig will man sein, das Feld des »Billigen« überlassen Benders hingegen der (Internet-)Konkurrenz. Das Rüsten der neuen Maschine erfolgt vollautomatisch, was Einrichtezeiten minimiert. Die bedruckten und beschnittenen Papierbogen werden mit Flex-Bändern transportiert, womit sich – im Gegensatz zu herkömmlichen Maschinen – Kratzer im Printprodukt vermeiden lassen. Diese können somit hochwertiger gefertigt werden. »Wir sehen uns als kompetenten Printdienstleister für mittelhessische Unternehmen aus Industrie und Dienstleistung«, sagt Muszy. Um das auch auf Dauer zu bleiben, brauche das Unternehmen Innovation.

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