12. September 2010, 20:10 Uhr

Treiser »Aida«-Premiere überschwänglich gefeiert

Staufenberg (olz). Eigentlich sind der ägyptische Heerführer Radames und die nubische Prinzessin Aida Feinde, doch in Elton Johns und Tim Rice’ Musical »Aida« verlieben sie sich ineinander. Kann das gutgehen?
12. September 2010, 20:10 Uhr
Die Hauptdarsteller Mischa Jung als Ramades und die bezaubernde Lisa Amend als Aida. (Foto: olz)

Eine höchst eindrucksvolle Antwort auf diese Frage präsentierte der Jugendchor der Evangelischen Kirchengemeinde Treis/Lumda am Samstag etwa 350 Zuschauern in der Sport- und Kulturhalle. Bei der Premiere boten die rund 40 Elf- bis und 23-Jährigen einen Musicalabend der Extraklasse. Wie im vergangenen Jahr beim »Löwenkönig« obliegt der geschätzten Musiklehrerin Daniela Werner aus Mainzlar die Gesamtleitung der Inszenierung. Weitere Aufführungen: 18. September, 19.30 Uhr, Gemeinschaftshaus Ruttershausen; 19. September, 18 Uhr, Bürgerhaus Allendorf/Lumda.

Gerade ist Radames von einer Nilfahrt, die ihn auch nach Nubien geführt hatte, nach Ägypten zurückgekehrt und hat zahlreiche Sklaven mitgebracht. Da fällt ihm unter den Gefangenen eine Frau ins Auge: Aida. Ihrer Schönheit und ihres Selbstbewusstseins wegen entschließt sich Radames, sie seiner Verlobten, Prinzessin Amneris, zu schenken. Was der Krieger nicht weiß: Die schöne Nubierin ist selbst eine Prinzessin. Er kann ihren Reizen nicht widerstehen, verliebt sich - und beschwört dadurch Gefahr herauf. Denn Radames’ Vater Zoser, der den Pharao schleichend vergiftet, plant, ihn mit Amneris zu verheiraten, damit der Sohn nach dem Tod des ägyptischen Herrschers dessen Rolle übernehmen kann.

Eine dramatische Geschichte, die alle Akteure schauspielerisch und gesanglich in der üppig ausgestatteten Inszenierung glänzend umsetzten. Lisa Amend als Aida und Mischa Jung als Radames überzeugten als tragisches Liebespaar. Als modeversessene Prinzessin Amneris sorgte Lisa-Marie Krause immer wieder für Heiterkeit, und Matthias Leukel, der als nubischer Palastsklave Mereb auf Aidas Seite stand, erwarb die Sympathien des Publikums. Ebenso Arthur Schulz, der Zoser eine rechte Dosis Bösartigkeit einhauchte.

Ausgeprägte und facettenreiche Stimmen aller Einzelakteure und des Chores machten die Premiere zum besonderen Erlebnis. Das sah auch das Publikum so, denn am Ende gab es stehende Ovationen, bevor sich Daniela Werner bei allen Beteiligten bedankte. Neben den Genannten hatten Annika Amend (Amneris im Museum), Elena Angerer (Sklavin Nehebka), Franziska Hubalek (Pharao), Josua Lenz (König Amonasro) sowie Jolien Könitz, Isabel Polzer und Sara Moldt (Hofdamen der Pharaonentochter) Hauptrollen besetzt. Für die zweite Aufführung am Sonntag am selben Ort kündigte Werner Isabel Heyer als Aida, Artur Schulz als Radames, Inga Jung als Amneris auf der Bühne, Katharina Schuster als Amneris im Museum, Mischa Jung als Zoser und Marie Hendriks als Nehebka an. Die Rolle der ägyptischen Krieger hatten Wiebke Lenz, Lena Geissler und Johanna Kriep inne, die der ägyptischen Wächter Joline Ziegler und Ilka Goldhammer. Ägyptische Minister, Soldaten und Helfer waren Lenke Roth, Johanna Krause und Nellie Weber, weitere Ägypter Alena Höres, Laura Völker und Chiara Herzberger. Nubische Sklaven und Diener: Manita Pohlner, Svenja Ziegler, Sophie Kessler, Lara Bauer, Christine Schuster, Fabienne Ulrich, Hannah Becker und Alina Moldt.

Begleitet wurden die Sänger von Jacqueline Bauer an der Querflöte, Manni Klein am Keyboard, Gitarrist Gerd Stein, Bassist Peter Herrmann, Markus Leukel an Schlagzeug und Percussion und Daniela Werner am Klavier. Für Licht und Ton sorgten Christoph Deuser, Markus Dersch und Jannik Weimar am Verfolger. Statisten im Museum waren die Konfigruppe um Dennis Wießner, Elisa Becker und Maxi Hillgärtner. Die Kostüme gefertigt hatten Anni Hillgärtner und Annette Bergen-Krause, die Kulissen Elisa Becker, Edeltraud Kraus und Herbert Becker.

Nach einem Schlusswort von Pfarrer Andreas Lenz endete die Premiere mit einer Zugabe.



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