21. Januar 2010, 18:44 Uhr

Weiss-Geschäftsführer Karl-Heinz Hehl verabschiedet

Reiskirchen (rüg). Sein Engagement hat die Entwicklung der Weiss Umwelttechnik GmbH in Lindenstruth in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich beeinflusst: 45 Jahre gehörte er dem Unternehmen an, 21 Jahre war er als Geschäftsführer für den Bereich Vertrieb in verantwortlicher Position, am Donnerstag wurde Karl-Heinz Hehl offiziell in den Ruhestand verabschiedet.
21. Januar 2010, 18:44 Uhr
Karl-Heinz Hehl (Mitte) wurde gestern in Lindenstruth offiziell als Geschäftsführer der Weiss Umwelttechnik GmbH von Gerhard Federer (links) in den Ruhestand verabschiedet. Hehls Nachfolger für den Bereich Vertrieb ist Franz Josef Niedermeier (rechts). (Foto: rüg)

Reiskirchen (rüg). Sein Engagement hat die Entwicklung der Weiss Umwelttechnik GmbH in Lindenstruth in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich beeinflusst: 45 Jahre gehörte er dem Unternehmen an, 21 Jahre war er als Geschäftsführer für den Bereich Vertrieb in verantwortlicher Position, am Donnerstag wurde Karl-Heinz Hehl offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Rund 600 Gäste nahmen an der über zweistündigen Feierstunde in der Wieseckhalle teil - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden und weitere Ehrengäste, die Hehls Wirken in Reden und Grußworten würdigten. Seine Nachfolge für den Vertrieb des zur Schunk-Gruppe gehörenden Unternehmens hat am 1. Januar Franz Josef Niedermeier angetreten. Dr. Arno Roth, verantwortlich für den kaufmännischen Bereich, übernimmt den Vorsitz in der Geschäftsführung.

Diese Lebensleistung Hehls stelle etwas ganz Besonderes dar, ohne ihn sei Weiss kaum vorstellbar, unterstrich Gerhard Federer, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe. Hehl sei auf Grund seiner hohen Fachkompetenz bei Mitarbeitern und Kunden anerkannt und genieße ein hohes Maß an Vertrauen. Auch seine Fairness und »väterliche Autorität« seien geschätzt. »Mit Hightech-Produkten von hoher Qualität und Zuverlässigkeit sowie kompetenter Ingenieurleistung haben sie dazu beigetragen, dass Weiss Umwelttechnik hier die Marktführerschaft übernommen hat«, so Federer, der auch daran erinnerte, dass Hehl die Kunst zu Weiss gebracht habe. Ausstellungen und der von ihm sehr geschätzt Betriebschor seien Beispiele hierfür.

Im Januar 1945 in Wirges im Westerwald geboren, besuchte Hehl zunächst die Volksschule in Gießen. Nach einer Facharbeiterausbildung zum Elektromechaniker, die er 1961 bei der Karl Weiss GmbH begann und einen Ingenieurstudium der Fachrichtung Nachrichten- und Hochfrequenztechnik wurde er Leiter des Entwicklungslabors. Es folgten eine Außendiensttätigkeit und leitende Position im Verkaufsinnendienst. 1985 übernahm er zunächst als stellvertretender Geschäftsführer und ab 1988 als Geschäftsführer die Verantwortung für den Bereich Vertrieb, 1991 kam die Geschäftsführung für den Bereich Technik hinzu.

1995 erwarb Weiss die Vötsch Industrietechnik GmbH, deren Geschäftsführung Hehl ebenfalls oblag. 2001 erfolgte seine Ernennung zum Sprecher der Geschäftsführung der Weiss Umwelttechnik GmbH und der Vötsch Industrietechnik GmbH. Mit einem Schmunzeln verwies Federer auf Hehls Spitznamen in der Branche, »Mr. Umwelttechnik«, und erinnerte daran, dass der Erfolg letztlich auch den Mitarbeitern zu verdanken sei. »In diesem Sinne wollen wir sein Werk fortführen, ausbauen und Weiss noch schlagkräftiger machen«, schloss Federer. Karl-Heinz Hehl, der demnächst seinen 65. Geburtstag feiert, geht zum 31. Januar in den Ruhestand. Im Rahmen der Nachfolgeregelung wird die Geschäftsführung neu strukturiert: Künftig werden drei Geschäftsführer für die beiden Unternehmen Weiss und Vötsch verantwortlich sein. Neben Dr. Arno Roth (kaufmännischer Bereich) ist jetzt Franz Josef Niedermeier für Vertrieb, Marketing und Service zuständig; die Position für den Bereich Technik ist derzeit noch unbesetzt und wird vorerst von Dr. Roth mit übernommen.

Niedermeier begrüßte die Gäste mit einem »herzlichen Grüß Gott, wie es sich für einen Bayern gehört«. Der Diplomingenieur (Jahrgang 1967) mit technischer Expertise aus dem Maschinen und Anlagenbau, verfügt über eine mehrjährige Vertriebs- und Geschäftsführererfahrung auf internationaler Ebene. Unter anderem arbeitete er für Krauss-Maffei in München. Niedermeier bedankte sich für die freundliche Aufnahme: »Ich habe gelernt, welche große Verantwortung hier auf mich wartet.«

Einen historischen Abriss der Firmenereignisse während der Ära Hehl bot seine Assistentin Brigitte Seebohm unter dem Motto »Vom Stift zum Geschäftsführer«. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Weiss-Chor, Sibille Hornivius (Sopran) und Dr. Jürgen Gerlach (Klavier). Weitere Grußworte sprachen unter anderem der Reiskirchener Bürgermeister Holger Sehrt, der Hehl »einen Glücksfall für die Firma Weiss« nannte und die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen als unproblematisch bezeichnete, sowie Betriebsratsvorsitzender Walter Ziska, der am Ende seiner Rede die Mitarbeiter aufforderte, ihre besondere Wertschätzung zu zeigen: Für den scheidenden Geschäftsführer Hehl gab es stehende Ovationen.

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