17. Juni 2009, 17:20 Uhr

»Tempo 30 im gesamten Ortsbereich dringend erforderlich«

Reiskirchen (msr). Im Vorfeld der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Saasen fand unter der Führung von Ortsvorsteher Manfred Schmitt und im Beisein von Bürgermeister Holger Sehrt sowie des Leiters des gemeindlichen Bauhofes, Harald Rüster, eine Ortsbesichtigung statt. Allgemein wurde festgestellt, dass innerörtlich vorgesehene Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht eingehalten werden. Raserei sei die Norm.
17. Juni 2009, 17:20 Uhr

Reiskirchen (msr). Im Vorfeld der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Saasen fand unter der Führung von Ortsvorsteher Manfred Schmitt und im Beisein von Bürgermeister Holger Sehrt sowie des Leiters des gemeindlichen Bauhofes, Harald Rüster, eine Ortsbesichtigung statt. Allgemein wurde festgestellt, dass innerörtlich vorgesehene Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht eingehalten werden. Raserei sei die Norm. Daran halte sich auch der Schwerverkehr einschließlich des Busverkehrs nicht. Auf Grund des unzureichenden Fahrbahnaufbaus – insbesondere die innerörtlichen Kreisstraße mit einem Unterbau von gerade einmal zehn Zentimetern – zeigten die Straßen schwere Schäden auf, hieß es.

Hinzu komme, dass es durch die Schwere der Fahrzeuge bei erhöhter Geschwindigkeit zu Erschütterungen komme, die an den anliegenden Häusern Risse an den Fassaden bewirkten. Der Ortsbeirat hält daher eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h im gesamten Ortsbereich für dringend erforderlich. Außerdem sei es notwendig, dass die Kreisstraße, die den Hauptverkehr trägt, von Grund auf zu sanieren ist. Der Ortsbeirat fordert daher, dass der Gemeindevorstand einen entsprechenden Antrag an den Landkreis Gießen stellt, damit Saasen in die Prioritätenliste vorrangig aufgenommen wird.

Im Bereich Kreisstraße/Hainstraße kommt es bei starken Regenfällen zu Überschwemmungen im Straßenbereich mit Rückstau auf das Grundstück Damm. Harald Rüster schlägt vor, die Wasserführung in diesem Bereich neu zu dimensionieren. Die Rohre entlang des Feldweges sollen auf DN 400 vergrößert werden (entspricht sechsfacher Menge wie bisher), damit mehr Wassermenge durchfließen kann. Auch eine Erneuerung des Straßenbelags sei hier dringend erforderlich. In der Wieseckstraße droht die Uferbefestigung samt Bürgersteig in die Wieseck abzurutschen. Angedacht ist das Einbringen von Betonmauerwinkeln, ein Muldenausbau der Wieseck mit Basaltsteinen, die Erneuerung des Geländers auf 48 Metern Länge und die Pflasterung des Bürgersteigs. Die Maßnahme wird als dringend angesehen und solle noch 2009 fertig gestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf 35 000 bis 40 000 Euro.

Der Bürgersteigausbau »Auf der Höh« soll 2010 in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Die aufgeschnittenen Flächen in der Winneröder Straße in Höhe Niederschuh/Schmitt und weitere Schadstellen im nachfolgenden Straßenbereich sollen im Sommer erneuert und in einem neuen Verfahren mit einer Teerdecke abgedichtet und versiegelt werden.

Es wurde angeregt das Oberflächenwasser der Winneröder Straße und der Wassereinzugsgebietsfläche in der Verlängerung mit einem besonderen Kanalsystem der Wieseck zuzuführen. Im Bereich Friedhof soll neben der Abfallgrube ein Verbundpflaster für den Bagger errichtet werden. Für die anschließende Fläche ist eine Bepflanzung angedacht.

Angesprochen wurde auch die geplante Verbundpflasterung des Friedhofweges bis zur Kurve. Im Bereich Neuenweg/Bollnbacher Straße muss der Fliederbaum wegen des auf die Fahrbahn ragendem Astwerks zurück geschnitten werden. Die Gemeinde soll die Bürger auf ihre Pflicht der Straßensäuberung und des Zurückschneidens von überstehenden Büschen und Bäumen auf die Bürgersteige hinweisen. Weiterhin wurden Löcher in den Decken der Dorfstraßen, schadhafte Senkkästen, beschädigte Treppenstufen, Bordssteine, Absenkungen von Bürgersteigen, erforderliche Wasserführungen sowie Mäharbeiten aufgelistet.

Rüster bedankt sich beim Ortsbeirat – insbesondere bei Ortsvorsteher Schmitt – für die konstruktive Zusammenarbeit. Die bei der Ortsbesichtigung aufgenommen Arbeiten seien jedoch in Kürze nicht alle zu schaffen, dazu fehle das Personal, bat er um Verständnis..

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