16. Mai 2011, 11:15 Uhr

Burkhardsfelden: Wilhelm Rühl seit 25 Jahren Jagdvorsteher

Reiskirchen (la). Wilhelm Rühl steht seit einem Vierteljahrhundert an der Spitze der Jagdgenossenschaft Burkhardsfelden. Sein unermüdliches Engagement wurde in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Gastwirtschaft Graf in dlen Reden gewürdigt.
16. Mai 2011, 11:15 Uhr
Der stellvertretende Jagdvorsteher Karl-Heinz Brück (l.) und Rechner Günter Hofmann (r.) überreichten einen Präsenkorb an Wilhelm Rühl, der seit 25 Jahren Jagdvorsteher ist. (Foto: la)

Dabei wurden immer wieder die hohe Fachkompetenz, das hervorragende Organisationstalent und der allseitige Einsatz für den Erhalt der Fauna und Flora besonders hervorgehoben. Wenn es darum gehe, Arbeiten auszuführen, dann gehe Rühl immer als Erster voran. Viele Natur erhaltene Maßnahmen seien in diesen 25 Jahren geschaffen worden, die die Handschrift von Wilhelm Rühl trügen und auch über die Grenzen von Burkhardsfelden hinaus Anerkennung gefunden hätten.

Willi Rühl, auch Ortsvorsteher von Burkhardsfelden, dankte dem Jagdvorsteher ebenso für seine Arbeit wie Gemeindevorstandsmitglied Dr. Thomas Stumpf, der als Vertreter der Kommune an der Versammlung teilnahm. Aus der Sicht des Jagdvorstandes schilderten Rechner Günter Hofmann, der stellvertretende Jagdvorsteher Karl-Heinz Brück und Vorstandsmitglied Wilfried Heuser die Arbeit von Wilhelm Rühl in den vergangenen 25 Jahren und übergaben einen Präsentkorb.

Detaillierter Bericht

Zuvor ging der Jagdvorsteher in seinem Bericht detailliert auf die Arbeiten im vergangenen Jahr ein. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Anlage und Pflege von Wildäckern. Insgesamt seien 3,5 Hektar davon angelegt und mit verschiedenen Kulturpflanzen versehen worden, wie Winterweizen, Sommergerste, Mais, Klee und Raps. Das seien ein Prozent der bejagbaren Fläche und entspreche der »Traumvorstellung« der Jäger. Darauf könne man stolz sein, wirkten sich diese Mühen, Kosten und Arbeiten doch schließlich positiv beim Verhindern von Wildschaden aus. Nach der Brut- und Setzzeit wurde gemulcht. Gut angenommen wurde ein Sommerfest, das auf dem Dautenberg stattfand und von den Jagdhornbläsern aus Lich umrahmt wurde. Auch eine Helferfeier wurde durchgeführt. Weitere Arbeiten bei der Feldholzinsel galten dem Freischneiden der Pflanzen. In Eigenleistung wurden Unterhaltungsarbeiten an Feldwegen durchgeführt und mit Fräsmaterial eingedeckt. Der Jagdvorsteher verwies auch auf die Brut- und Setzzeiten des Wildes. Rühl unterrichtete über die Jahreshauptversammlung des Verbandes der Jagdgenossenschaften der Landkreise Gießen und Lahn-Dill in Hüttenberg. Auch über die Arbeiten der Hegegemeinschaft Lich informierte der Jagdvorsteher, der hier als Beisitzer dem Vorstand angehört.

Rechner Günter Hofmann erstattete den Kassenbericht. Willi Rühl, der zusammen mit Siegfried Spieker (Hattenrod) die Kasse geprüft hatte, bestätigte eine einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstandes, die die Versammlung einhellig erteilte. Neue Kassenprüfer sind Lothar Schäfer und Siegfried Spieker.

Für die Jagdpächter verlas Jörg Sieberhagen den Streckenbericht. Eine kleine Drückjagd wurde durchführt. Erlegt wurden im Berichtsjahr 56 Sauen (eine davon verunfallt) und zwölf Hasen (zwei davon verunfallt). Von neun Stück Rehwild fielen vier dem Straßenverkehr zum Opfer. Der weitere Streckenbericht beinhaltete den Abschuss von zwölf Füchsen, acht Kaninchen, vier Dachsen, zwanzig Elstern, zwei Waschbären und fünfzehn Rabenkrähen. Lobend hob der Jagdvorsteher hervor, dass die Jagdpächter und Jagdausübenden durch den vermehrten Abschuss von Rabenkrähen und Elstern dem Niederwild bessere Lebensbedingungen ermöglichten. Auch in diesem Jahr stehen die Pflege der Feldholzinseln und der Wildäcker als Jagd verbessernde Maßnahmen wieder auf dem Arbeitsprogramm.

Diverse Vorschläge diskutiert

Im kommenden Jahr kann die Jagdgenossenschaft Burkhardsfelden auf ein 60-jähriges Bestehen zurückblicken, wozu die Mitglieder darüber diskutierten, wie dieses Ereignis begangen werden soll. Verschiedene Vorschläge wurden unterbreitet. Wilfried Heuser schlug vor, aus Anlass des Jubiläums eine Ruhebank für den Friedhof zu stiften. Angedacht ist auch ein Familienabend. Der Vorstand wird sich eingehend damit befassen und in der nächsten Versammlung konkret darüber berichten, die dann abschließend über Art und Umfang entscheidet.

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