24. März 2014, 18:33 Uhr

Besuch bei Bänninger: China will »Made in Germany«

Buseck (rüg). »Made in Germany« steht nach wie vor hoch im Kurs, wie auch der Markt im »Reich der Mitte« zeigt. Am Montag besuchte eine zwanzigköpfige Delegation aus China die Firma Bänninger Kunststoff-Produkte GmbH in Reiskirchen, ein weltweit tätiger Produzent von Kunststoff-Fittings (Rohrverbindungsteile).
24. März 2014, 18:33 Uhr
Eine chinesische Unternehmensdelegation informierte sich bei der Firma Bänninger in Reiskirchen über Produktionsabläufe. (Foto: rüg)

Die Gäste repräsentieren die Firma KDF in Shanghai, ein deutsches Unternehmen, das schon seit über 30 Jahren auf dem chinesischen Markt aktiv ist. Die Geschäftsverbindung nach Reiskirchen besteht seit gut einem Jahr und kam durch einen Messekontakt in Frankfurt zustande. Die KDF-Mutter hat ihren Stammsitz im Hamburg und vertreibt über ihre Tochter in Shanghai Bänninger-Produkte auf dem chinesischen Markt.

Da es sich um ein reines Handelsunternehmen handelt, das nicht selbst herstellt, lag es für die Chinesen nahe, sich einmal den Produktionsprozess in Deutschland anzuschauen – wirtschaftliche Zusammenarbeit »direkt zum Anfassen«.

Bänninger-Geschäftsführer und -Inhaber Hans Ulrich Stamm sowie Geschäftsführer Christoph Stamm (für den Vertrieb zuständig) und Norbert Falley (Qualitätsmanager) führten die Gruppe durch den Betrieb und zeigten den Gästen die Fertigung, das Formenlager und die Qualitätssicherung. Anschließend ging es ins Golfpark-Restaurant Winnerod, wo auch der Reiskirchener Bürgermeister Dietmar Kromm die chinesische Delegation willkommen hieß. Dort tauschte man sich bei einer Tagung unter anderem über die weitere Zusammenarbeit oder über moderne Trinkwassersysteme aus.

Bei der Betriebsbesichtigung erfuhren die Gäste beispielsweise, dass Bänninger die Formen für die Spritzteile selbst produziert und Spezialwerkzeuge selbst entwickelt. »Wir sind das weltweit einzige Unternehmen mit einem solchen Werkzeuglager«, zeigte sich Geschäftsführer Stamm stolz.

»Von Fälschungen die Nase voll«

Trinkwassersysteme müssten heutzutage unterschiedlichsten Anforderungen genügen. Hierzu gehörten Hygiene, Langlebigkeit, leichte Montage und ein gutes Kosten-Nutzen- Verhältnis, »und dies gilt weltweit«.

»Moderne Werkstoffe, so Falley, »sind die Voraussetzung dafür, den zukünftigen Erfordernissen gerecht zu werden.« In China setze man zunehmend auf Qualität. »Auch dort hat man die Nase voll von Fälschungen«, erklärte Falley. Deshalb habe »Made in Germany« dort nach wie vor einen sehr guten Ruf. Es sei ein harter Wettbewerb, doch bislang habe sich Bänninger im chinesischen Markt sehr erfolgreich etabliert.

Geschäftsführer Christoph Stamm ist sich sicher, »dass die Basis für eine verlässliche, funktionierende Geschäftsbeziehung eine gelebte Partnerschaft ist. So lassen sich die operativen Herausforderungen einfacher und besser bewältigen. China setze dabei besonders auf die Erfahrungen und die flexible Arbeitsweise in Deutschland. »Für uns von Vorteil ist sicher das Know-how im Bereich der großen Dimensionen mit Durchmessern größer als 315 Millimeter und die bisherigen positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Bänninger. Dennoch, ein permanenter übergreifender Austausch der beteiligten Handelspartner ist erforderlich und der Garant für den Erfolg. Nur so gelingt es uns, sich schnell auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit der erforderlichen Sicherheit einzustellen«, unterstrich Stamm.

Nach dem Motto: »Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen …«, wurde für die chinesische Delegation auch ein abwechslungsreiches kulturelles Programm zusammengestellt.

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