03. April 2014, 16:28 Uhr

Abholzung bei Bersrod: Linden waren schon zugewuchert

Reiskirchen (la/rüg). Die Abholzungsmaßnahmen am Lärmschutzstreifen an der A 5 östlich der Brücke Bersrod/Reiskirchen sorgen bei den Bersröder Bürgern für reichlich Unmut. Hesen Mobil verteidigt die Maßnahme als notwendig für den Aufwuchs der Lindenbäume.
03. April 2014, 16:28 Uhr

»Diese begonnene Maßnahme stößt auf absolutes Unverständnis«, ärgert sich Manfred Wagner. Nach der Grundrenovierung und Verbreiterung der A5 auf drei Fahrspuren in nördlicher Richtung sei der Lärmpegel erheblich gestiegen. Die Kritiker verweisen darauf, dass durch die Aufforstung und das Bepflanzen der Böschungen auf natürliche Art, also ohne den Bau einer Schutzwand, der Lärm gemindert werden sollte.

Wie Cornelia Höhl, Pressesprecherin von Hessen Mobil gestern auf Anfrage mitteilte, sei die Entfernung eines Teils der Büsche notwendig gewesen, um den ebenfalls dort in Doppelreihe gepflanzten Linden Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, die schon reichlich zugewuchert waren. Die Anpflanzungen seien vor gut zehn Jahren vorgenommen worden, eine Pflege sei seitdem nicht erfolgt. Mit der Zeit sei die Hecke bis in die Baumreihen hineingewachsen, Brombeerbüsche teilweise bis in die Kronen.

»Die Bäume mussten freigeschnitten werden, damit sie sich weiter entwickeln können«, so Höhl. Der Streifen sei daher etwas zurückgeschnitten worden, reiche aber immer noch rund 30 Meter bis zur Autobahn. Eine Einschränkung des Lärmschutzes werde es nicht geben.

Da man mit dieser Maßnahme nicht bis Ende Februar fertig wurde (dieses Limit ist naturschutzrechtlich vorgegeben) werde der Rest des Linden-Streifens in Richtung Wald im Herbst oder im Frühjahr kommenden Jahres freigeschnitten, erklärte Höhl.



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