18. September 2011, 21:05 Uhr

Rabenau prüft EU-Förderung für Energieprojekte

Rabenau (vh). Im Londorfer Gewerbegebiet West blüht die Infrastruktur mit Lebensmittelmarkt, Discounter und Handwerksbetrieben sowie dem angrenzenden Seniorenheim. Parkfläche für motorisierte Verkehrsteilnehmer ist in ausreichendem Maß vorhanden. Was noch fehlt, wäre eine günstig platzierte Bushaltestelle.
18. September 2011, 21:05 Uhr

Zur Sitzung der Gemeindevertreter am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus Odenhausen brachten die Freien Wähler (FW) einen Prüfantrag ein, den Standort einer Haltestelle nahe der Einmündung der Straße »An der Mühle« auf die Gießener Straße (Landesstraße) zu sondieren. Christoph Nachtigall begründete den Antrag mündlich.

Zur Steigerung der Attraktivität gehörten danach nicht nur neue Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch die Möglichkeit, den ÖPNV zu nutzen. Auch Besucher des Seniorenheims profitierten davon. Ansässige Betriebe sollten in die Planung einbezogen werden. Albert Schäfer (SPD) fand den Ansatz der FW in Ordnung. Vielleicht nur etwas verfrüht. In Planung sei im nordwestlich gelegenen Baugebiet »Kreuzäcker« der Bau einer Anlage für betreutes Wohnen, auch der Seniorenbeirat existiere noch nicht. Schäfer vermisste ein fertiges Gesamtkonzept der Rabenauer Seniorenpolitik. Seine Fraktion habe ein Arbeitspapier erstellt. Im Falle der Schaffung einer Bushaltstelle in Richtung Allendorf hänge die Rückfahrt aber in der Luft und die nächste Haltestelle an der Kreuzung Sälzer Straße befinde sich 400 Meter entfernt, gab Schäfer zu bedenken.

Michael Harnack (CDU) und Karl-Heinz Till (Grüne) stimmten dem Antrag kommentarlos zu. Ottmar Lich (FW) erweiterte die potenzielle Nutzerklientel um die Jugendlichen, mochte die VGO als Verkehrsträger aus finanzieller Sicht mit im Boot haben, erinnerte an den bei der beantragten Haltestelle fehlenden Bürgersteig und plädierte dafür, den Antrag an die Ausschüsse für Bauen und Finanzen zu verweisen. Einstimmig folgte die Gemeindevertretung diesem Vorschlag.

Genossen-Lob für »grüne Detektivarbeit

Noch ein Prüfantrag legten die Grünen vor: Die EU habe als Folge der Wirtschaftskrise vor zwei Jahren ein Konjunkturbelebungsprogramm für den Bereich Energie aufgelegt hatte. Dieser European Energy Efficiency Fund (EEEF) in Höhe von aktuell 200 Mio. Euro – das Vierfache sei bereits angedacht – werde von der Europäischen Investitionsbank und der Deutschen Bank gespeist. Rabenau sollte erstens die Nutzung solcher Zuschüsse gemeinsam mit Staufenberg, Allendorf und Lollar prüfen, ferner und speziell für Rabenau den in Planung befindlichen Energiepark »Noll«. Schäfer fand das Ergebnis »grüner Detektivarbeit« lobenswert – und besser als »Strom von Frankreich zu kaufen«. Lich erweiterte das Gedankenspektrum: »Wir sollten noch viel mehr EU-Chancen nutzen.« Momentan reiche der Vorlauf aber nicht, um geeignete Projekte zu melden. Die EU prüfe nämlich sehr genau, bevor Fördermittel flössen. Jürgen Bender (CDU) gab grünes Licht. Einstimmig wurde der Gemeindevorstand beauftragt, für EEEF-Mittel geeignete Projekte auszumachen.

Beschlossen wurden außerplanmäßige Mittel für den Nachtrag (im HFA erörtert): Umrüstung des Messsystems im Abwasserbereich (8650 Euro), Leerrohrverlegung von Odenhausen nach Rüddingshausen (33 500 Euro) und Ufersicherung am Kesselbachgraben am Friedhof Kesselbach (14000 Euro).

Jörg Großhaus (SPD) fragte an, was die Gemeinde gegen den im Lumdatal und auch der Rabenau vorfindlichen Rechtsextremismus tun könne. Plakate, Aufkleber und Schmierereien seien ihm in der jüngeren Vergangenheit aufgefallen. Bürgermeister Hillgärtner (FW) gab drei Ratschläge: »Nach Bekanntwerden entfernen, ein Auge auf einmal betroffene Standorte werfen, Anzeige erstatten beim Erwischen auf frischer Tat.«

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