07. Februar 2010, 20:16 Uhr

Rabenau: Einzig wahre Kochshow von den »Wilden Raben«

Rabenau (vh). Es war schon ein erhebender Moment in der voll besetzten Lumdatalhalle, als am Samstagabend ein närrischer Bandwurm - angeführt vom Londorfer Prinzenpaar Lisa II. und Jan I. mit Adjutant Marcel I., nachfolgend Elferrat und sämtliche Tanzgarden - durch die Reihen der stehenden Zuschauer defilierten, zur Bühne gingen, Platz nahmen und Sitzungspräsident Timo Momberger die 58. Große Prunksitzung des Karnevalverein Blaue Raben eröffnete.
07. Februar 2010, 20:16 Uhr
Da kommen Lafer & Co. nicht mit: Kochshow der »Wilden Raben«. (Foto: Heller)

Rabenau (vh). Es war schon ein erhebender Moment in der voll besetzten Lumdatalhalle, als am Samstagabend ein närrischer Bandwurm - angeführt vom Londorfer Prinzenpaar Lisa II. und Jan I. mit Adjutant Marcel I., nachfolgend Elferrat und sämtliche Tanzgarden - durch die Reihen der stehenden Zuschauer defilierten, zur Bühne gingen, Platz nahmen und Sitzungspräsident Timo Momberger die 58. Große Prunksitzung des Karnevalverein Blaue Raben eröffnete. Zuvor wurde das Publikum mit Trickfilmszenen aus dem Leben der mit Bomben um sich werfenden Ente Donald Duck unterhalten, lautet doch das Kampagnemotto »Londorf lacht -zur Blauen Raben Disney Nacht«.

Etliche Garde- und Showtänze, den Auftritt des ersten eigenen Tanzmariechens aus den Reihen der »Blauen Raben«, die traditionelle Büttenrede des Bürgermeisters, heitere Sketche, Gesang, ein nobler Gastauftritt aus Lich und die Verleihung des »Bolzenordens« für die größtmögliche »Dummheit« standen auf dem stundenlangen Programm.

Tolle Bühnendeko

Sitzungspräsident Momberger sprach die ganz im Sinne des fantasievollen Mottos reich dekorierte Bühne an, dankte allen Helfern. »Besonders gewichtige« Personen wurden namentlich begrüßt, als da etwa wären der Ortsvorsteher Ingo Lich, Alt- und Ehrenbürgermeister Wilfried Eckl, »Raben«-Ehrenvorsitzender Manfred Wiesner, »Raben«-Vorsitzender Jürgen Schnecker, Diakon Markus Müller von der kath. Gemeinde, Pfarrvikar Andreas Luipold von der ev. Gemeinde oder Hessens SPD-Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel.

Eine sehr flotte Sohle und noch dazu anspruchsvoll choreogrphiert legte die Midigarde (»Sterne«) der »Blauen Raben« aufs Bühnenparkett (Trainerinnen: Aylin Paul, Tamara Bernecker, Lisa Becker). Zum Dank überreichte der Elferrat extra für alle Garden vom Ehrenvorsitzenden Wissner gestiftete Karnevalanstecker im Motiv des Kampagneordens, sogenannte Pin-Garde-Korps. - A-capella-Gesang vom Feinsten spendierten die farbig gewandeten »Bembelsänger« aus Lich bei ihrem ersten Auftritt in der Londorfer Narrhalla. Endlich wurde einmal geklärt, warum das arme Gänschen im »Heile, heile Gänschen«-Lied denn geheilt werden soll.

»Sternchen« als Piraten

Den Tanz der jüngsten Raben-Garde, der »Sternchen«, hatten ihre Trainerinnen Martina Schmidt, Tina Hentrup und Sabrina Körbächer in eine fantasievolle Piratengeschichte eingesponnen. Bürgermeister Kurt Hillgärtner hatte sich in den Rabenauer Ortsteilen umgehört und die neuesten Neuigkeiten aufgespürt: Etwa, dass Ortsvorsteher Egon Kellermann (Allertshausen) endlich abnehmen und mit Hillgärtner zusammen den Frankfurt-Marathon laufen wolle, oder dass nun eine Domina in Londorf wohne.

»Sag niemals nie« sahnte ab

Tanzmariechen Annekatrin Pfeiff war nicht das erste auf der Rabenbühne überhaupt, wohl aber das erste aus den eigenen Reihen - eine super Vorstellung. Trainerinnen sind Ines Hartz und Petra Lich. Vom Jugendelferrat, den »Wilden Raben«, gab es jede Menge Parodien auf klischeehafte Fernsehserien. Ihre Kochshow, das steht fest, ist die einzig wahre. - Zwei tolle Auftritte absolvierte die Tanzgarde der »Blauen Raben« (Trainerinnen: Jana Ermel, Verena Hofmann und Cordula Leopold).

Gäste aus Wettenberg, das »Verrückte Gemüse«, gaben einen Showtanz zum Musical »Der Glöckner von Notre-Dame«. In der Bütt machten sich Hedwig (Steffi Zörb) und Gerda (Heike Bork) über Probleme der Haushaltsreinigung her. Die Gruppe »Die 10 - Sag niemals nie«, verstärkt durch den Elferrat, sahnte mit ihrem Liederpotpourri mächtig gute Publikumskritiken ab, die sogar in einer Polonaise endeten. Den Bolzenorden für das größte Missgeschick erhielt André Körbächer, der kürzlich einem befreundeten Autofahrer unbeabsichtigt Schnee in das offene Autofenster schippte. Auch danach wurde noch lang und tüchtig weiter gefeiert - hier war das Ende offen.



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