18. Oktober 2013, 09:48 Uhr

Offizieller »Startschuss« für den Energiepark Rabenau

Rabenau (rüg). Nachdem die konkrete Umsetzung mit den Rodungsarbeiten schon begonnen hat, fiel am Donnerstagnachmittag auch der offizielle Startschuss zum Bau des Rabenauer Energie- und Ressourcenparks, konkret der sechs Windkraftanlagen.
18. Oktober 2013, 09:48 Uhr
Offizieller Startschuss für den Energiepark Rabenau: (von links) Bürgermeister Kurt Hillgärtner, Dr. Claus M. Brodersen (WPRI), Regierungspräsident Dr. Lars Witteck und Projektleiter Martin Bettner vor einer der für insgesamt sechs Windräder auf dem Noll bei Geilshausen gerodeten Fläche. (Foto: rüg)

Anlässlich der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung informierte sich Regierungspräsident Dr. Lars Witteck vor Ort im ehemaligen Nato-Tanklager auf dem Noll bei Geilshausen über den aktuellen Stand der Dinge.

»Dieses Projekt hat für vieles Modellcharakter«, sagte Witteck. »Ich freue mich, dass nach einer Zeit der intensiven Prüfung durch alle Fachleute das Projekt jetzt zügig umgesetzt werden kann.« Die relativ lange Zeit der Prüfung durch sein Naturschutzdezernat zeige, dass in den Genehmigungsverfahren seiner Behörde der Natur- und Artenschutz »nicht hinten runter fällt«. Dies sei ein weiterer Schritt in der Energiewende.

Witteck wies aber auch darauf hin, dass die neue Regierung in Berlin das Energieeinspeisegesetz genauer unter die Lupe nehmen müsse, sonst verliere die Energiewende an Akzeptanz bei den Bürgern. Es dürfe das Gros der Kosten nicht auf die Privathaushalte abgewälzt werden, erklärte Witteck mit Blick auf die zahlreichen Befreiungen für Unternehmen. Sonst entstehe eine »soziale Schieflage«. Das Projekt in Rabenau sei klug geplant und er hoffe, dass bald Richtfest gefeiert werden könne.

Bürgermeister Kurt Hillgärtner unterstrich, dass sich die Gemeinde beim Energie- und Ressourcenpark früh positioniert und vor allem von. Nun werde man für das Lumdatal einen gemeinsamen Nutzungsplan für Windkraft auf den Weg bringen. Insgesamt habe man 24 Standorte im Blick, die sicher nicht alle genehmigt werden. »Aber damit hat die Region ihren Beitrag zur Energiewende geleistet«, so Hillgärtner.

Dies sei aber auf dem Noll noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn weitere Möglichkeiten für erneuerbare Energien sollen genutzt werden. Hierfür habe er auch schon potenzielle Investoren an der Hand, so Hillgärtner.

Inbetriebnahme schon im Juli 2014 möglich

Er bedankte sich ebenso wie Dr. Claus M. Brodersen von der Projektgesellschaft WPRI für die gute Zusammenarbeit mit den Behörden. Man habe sich sehr viel Mühe gemacht und viele Stunden investiert: »Es geht um jeden Baum und um jede Tierart«, sagte Brodersen. Hierbei hätten sich auch die Vogelwarte sehr gut eingebracht. Mit den modernen Anlagen, die auf dem Noll installiert werden sollen, betreibe man eine Art Pilotprojekt. Als Vorteil für die Rodungs- wie auch die nachfolgenden Arbeiten wertete es Projektleiter Martin Bettner, dass schon eine gute Wegeinfrastruktur vorhanden ist. Die Rodungsarbeiten seien soweit abgeschlossen. Nun werde man in der kommenden Woche mit dem Entfernen der Wurzelstöcke beginnen, wobei die Denkmalschutzbehörde wegen möglicher Hügelgräber einbezogen sei. Soweit es die Witterung auch im Winter zulasse, folgten dann der Tief- und weitere Wegebau, parallel dazu die Verlegung der Kabel auch für die 5,2 Kilometer lange Trasse nach Atzenhain. Auch hier könne auf größere Rodungen verzichtet werden, da man vorhandene Wege nutze. Anfang März soll dann mit dem Fundamentbau begonnen werden, dem nach einer Aushärtungszeit Ende April der Aufbau der sechs Windräder folgen würde. , meinte Bettner.

Für Rabenauer Energiepark - aber mit Bürgerbeteiligung Energiepark Rabenau: Windräder sollen sich ab Juli 2014 drehen


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