30. April 2012, 16:28 Uhr

Londorf: Klassik und Populäres ausdrucksstark kombiniert

Rabenau/Lich (vh). Arndt Roswag, der in Londorf hauptberuflich mit französischen Charolais-Rinder arbeitet, hat eine Passion: die Musik – als Gesangssolist und Dirigent.
30. April 2012, 16:28 Uhr
Arndt Roswag dirigiert den Chor »Arndtono« im »Dom der Rabenau« in Londorf. (Foto: vh)

 Zur qualitativen Steigerung des Chorgesangs auf dem Land hatte Roswag 2009 das Ensemble »Arndtono« aus den begabtesten Sängerinnen und Sängern seiner Gesangvereine geformt und trat mit ihm am Wochenende erstmals mit einem größeren Konzertprogramm auf.

Am Samstagabend in der fast voll besetzten evangelischen Kirche Londorf und am Sonntag in der Paradieskapelle von Kloster Arnsburg gab »Arndtono« begeisternde Vorstellungen.

Das neue Ensemble singt die Klassik und streut hier und da modernen Lobpreis ein. »Arndtono« machte das Konzert zu einem ausdrucksstarken Erlebnis. Insbesondere im »Dom der Rabenau«, wo der Chorraum eine Empore besitzt. Im stetigen Standortwechsel positionierte sich der Chor hinter dem Altar und vor dem Altar; er verteilte sich auf den Altarbereich und die Empore oder schritt in den Gängen des Kirchenschiffs. Als Sprecher geistlicher Texte, die stets auf das folgende Lied hinführten, waren Johanna Rau auf der Kanzel (eine wunderbare Sprechstimme) und Achim Eller im Chorraum aktiv. Am Klavier spielte Brigitte May vom Grünberger Salonensemble (auch Organistin an der Grünberger katholischen Kirche). Roswags Chor singt eher leistungsorientiert. Der eigene hohe Anspruch und »ein bisschen zusammen singen«, das passte nicht. Beim Chorwettbewerb »Musica Sacra« im Mai 2011 in Jossgrund-Oberndorf erreichte man den ersten Dirigentenpreis, ein Silberdiplom, die drittbeste Tagesleitung und die Wertung »bester Chor« aller gemischten Chöre. Am Wochenende erklangen unter anderem »Denn er hat seinen Engeln befohlen« und »Jauchzet dem Herrn« von Felix Mendelssohn-Bartholdy, aus der doppelchörigen Messe von Josef Gabriel Rheinberger das »Kyrie eleison«, mit Sopranistin Ann-Katrin Krug »Dank sei dir, Herr« von Georg Friedrich Händel, der Schlusschor »Die Himmel erzählen« aus dem Oratorium »Die Schöpfung« von Joseph Haydn und »Wer bis an das Ende beharrt« aus dem Oratorium »Elias« von Mendelssohn-Bartholdy. Populäres aus dem Programm: »There is a Redeemer« von Keith Green oder das irische Segenslied »Möge die Straße«. Das Publikum applaudierte stehend, und der Chor sang Zugaben. Pfarrer Andreas Luipold verabschiedete das Zuhörer mit einem Segensspruch.

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