07. Juli 2014, 07:48 Uhr

»Kunst im Park«: Londorfer Burggarten Galerie und Bühne

Rabenau (vh). Fünf Jahre öffnete Erich Klein einmal jährlich sein grünes Refugium in der Londorfer Freigasse. »Kunst im Garten« galt schließlich als eine besondere Veranstaltung im alten Londorfer Ortskern. Doch wurde Kleins Garten zu klein, daher nun der Umzug in den Burggarten: Aus »Kunst im Garten« wird »Kunst im Park.«
07. Juli 2014, 07:48 Uhr
Einer von 40 Künstlern: Burkhard Müller zeigte seine Airbrush-Arbeiten. (Foto: vh)

Nochmal zurück in den »Freigässer Winkel«: Sehen und kaufen konnte dort der Besucher über fünf Jahre hinweg Werke von Klein und befreundeten Künstlern. Jazzmusik rundete die Veranstaltung ab. Schließlich kam Fernsehmoderatorin Michaele Scherenberg zur Lesung von Gartenmärchen, auch der mittlerweile verstorbene Autor Peter Kurzeck hatte ein Gastspiel.

Im »Freigässer Winkel« war die Kleinteiligkeit Trumpf. Es gab vieles zu entdecken, derweil die Kombination von Kunst und Gartenanlage den besonderen Reiz ausmachte. Die Nachfrage von Künstlern und Besuchern sprengte jedoch bald den bei Sigrid und Erich Klein vorhandenen Rahmen. Daher nun der Umzug aus dem Privatgarten in den öffentlichen Burggarten. Am Sonntag fanden 40 Künstler hier Gelegenheit, sich und ihre Werke zu präsentieren. Mitglieder der Senioren-/Park-Initiative und des Verkehrsvereins hatten zuvor die Rasenflächen gemäht, eine überdachte Bühne aufgebaut und Zelte auf dem Grün platziert. Nach einer Anlaufzeit füllte sich der Park am späten Nachmittag pünktlich zum Auftritt der A-capella-Gruppe »The Ladies Voice«.

Immer neu erfindet sich Jürgen Wissner. Seine kinetischen Plastiken sind stets ausgetüftelt. Nun hat er sie um die Themen »Gießen 2014« und »Durchblick« erweitert. Sein Künstlerzelt am Parkeingang, empfindliche Werke hatten alle diesen Schutz, machte die Besucher wie gewohnt neugierig. Man wollte wissen, wie es funktioniert.

Gegenüber hielt Pjervoj Ogonjok, was er verspricht, nämlich unkonventionell zu sein. Aus einfachen Stöcken stand eine Jurtenkonstruktion mit der Aufschrift »Ein Zelt der Welt, die aus dem Rahmen fällt«. Darunter war Platz für zwangloses Gespräche. Neben dem Verpflegungsstand des Rabenauer Verkehrsvereins hatte Ogonjok seine Installationsreihe »Schwebende Gärten« um ein Exemplar erweitert. Den größten Anteil der Kunstwerke machten die Gemälde aus. Verschiedene Stile und Formate, etwa Portraits von Willy Blaufelder oder James Rizzi nachempfundene Motive von Joachim R. Günzerodt, waren zu bewundern. Keramikobjekte hatte Karl-Heinz Till aufgereiht, Airbrush führte Burkhard Müller vor.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte The Ladies Voice aus Marburg. Im Stile der Andrew Sisters sangen sie Swing und Schlager der 30er und 40er Jahre. Die Formation »Rabenjazz« um Kalle Pfeil am Altsaxophon wurde verstärkt durch den Marburger Klaus Wittkamp mit Posaune und Tenorsaxophon sowie den Gitarristen Martin Bergmann. Den gefälligen Abschluss der Unterhaltung machten Ladies Voice und Rabenjazz gemeinsam mit Swing.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos