22. August 2016, 09:35 Uhr

Bundesförderung gegen Rechts

Gießen (khn). Im Kampf gegen Rechts können sich das Netzwerk für Demokratie und die Lumdatal-Kommunen über finanzielle Unterstützung vom Bund freuen. Was ist mit den Geldern geplant? Hier gibt's den Überblick. 
22. August 2016, 09:35 Uhr
(Foto: dpa/Symbolbild)

Still ist es um die extrem rechte Gruppe geworden, die ab 2012 verstärkt im Lumdatal aktiv war. Die gesellschaftlichen Kräfte in der Region nehmen dies aber nicht zum Anlass, nachzulassen in ihrem Engagement. Im Gegenteil: Der Einsatz gegen Intoleranz und Rassismus soll langfristig sein. Helfen kann dabei die Zusage für die Förderung aus dem Programm »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit – Partnerschaften für Demokratie«, die das Netzwerk für Demokratie und Toleranz jetzt vom Bundesministerium für Soziales und Familie erhalten hat.

Staufenberg, Allendorf/Lumda, Lollar und Rabenau werden noch bis zum Ende des Jahres die ersten finanziellen Mittel erhalten. Geschaffen werden soll damit eine Stelle für eine Koordinierungs- und Fachkraft. Das Programm läuft 2019 aus; die Gelder müssen jährlich neu beantragt werden. Sie sind dazu bestimmt, Aktionen und Initiativen zu unterstützen, die sich für Demokratie, Toleranz, Menschenrechte und Gleichberechtigung einsetzen, gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit wenden oder darüber aufklären. Vereine und Institutionen, die in der nächsten Zeit Aktionen oder Initiativen zu einem dieser Themenbereiche planen, können sich an das Netzwerk wenden und sich beraten lassen.

Mittel- und langfristig ist geplant, Runde Tische in den beteiligten Kommunen zu etablieren sowie Projekte und Aktionen im Sinne des Bundesprogramms zu organisieren. Um alle Netzwerk-Mitglieder und weitere Interessierte darüber aufzuklären ist eine Infoveranstaltung geplant.

Außerdem lädt das Netzwerk für Demokratie und Toleranz sowie die Jugendpflege Staufenberg am autofreien Sonntag im Lumdatal zu der Aktion »bunt – vielfältig – laut« ein. Am 28. August wollen sie zusammen mit weiteren Teilnehmern von 11. 55 bis 12.05 Uhr entlang der Straßen Lärm machen, um ein Zeichen für ein buntes, vielfältiges und tolerantes Lumdatals zu setzen. Wer mitmachen will, bringt Trillerpfeifen, Topfdeckel oder Trommeln mit oder nutzt seine Fahrradklingel. »Wir hoffen, dass uns eine laute Menschenkette von Staufenberg bis in die Rabenau gelingt«, sagen die Organisatoren.

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