03. August 2012, 16:13 Uhr

Beim Kontakt mit Tieren blühen Demenzkranke auf

Londorf (bf). Im Zuge der Erweiterung des Erlebnisgartens um ein Kleintiergehege und eine Außenvoliere am Senuiorenhaus Lumdatal in Londorf übergab Gerhard Schulz, Bezirksleiter von Lotto Hessen, am Freitag eine Spende der Lotterie Glücksspirale in Höhe von 4500 Euro.
03. August 2012, 16:13 Uhr
Freuen sich über die Spende (von links): Claudia Landorf vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, Stefanie d’Unker-Lützow von der Heim- und Pflegedienstleitung, Irmtraud Lich-Weber vom Heimbeirat, Hans Jürgen Moser, Vorstandsvorsitzender vom Trägerverein »Aktives Leben im Alter« und der Bezirksleiter Lotto Hessen, Gerhard Schulz. (Foto: bf)

»Lieschen« und »Lottchen« heißen zwei der eher ungewöhnlichen Bewohnerinnen des Seniorenhauses, die am Freitag im Mittelpunkt standen – ungewöhnlich deshalb, weil es sich hierbei um zwei Kaninchendamen handelt. »Da unsere Gesellschaft immer stärker altert und damit zwangsläufig auch Krankheiten wie Demenz auf dem Vormarsch sind, ist ein solches Projekt ein echter Gewinn für die jetzigen und kommenden Betroffenen«, sagte Schulz.

Das Seniorenhaus Lumdatal beherbergt auch demenzkranke Senioren. Deswegen wird hier ein besonderes Betreuungskonzept angeboten. Gerade im Garten auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes wird dieses Bemühen deutlich: Eine Art Erlebnisgarten erstreckt sich hier, mit schilfumwachsenem Goldfischteich und einem Hochbeet, in dem Blumen, Erdbeeren und Kräuter wachsen. »Mit diesen Reizen trainieren wir die Sinne der Hausbewohner«, erklärt Hans Jürgen Moser, Vorstandsvorsitzender vom Trägerverein »Aktives Leben im Alter«.

Bald auch Hängebauchschweine

Zum Garten gehören jetzt sechs Kleintierbehausungen, in denen nicht nur die beiden Kaninchen leben, sondern auch drei Wellensittiche, die den Garten mit ihrem Gezwitscher erfüllen. Aber es soll noch lange nicht Schluss sein: Ein Blockhaus mit Terrasse ist zusätzlich angedacht, als Tiere sollen noch Zwergziegen und zwei Hängebauchschweine zu dem »Mini-Zoo« dazustoßen, sagte Moser zu den Zukunftsplänen.

Mit der Nähe zu den Tieren soll den Heimbewohnern ein besonderes Erlebnis beschert werden. So beobachte man zum Beispiel, dass die Senioren beim Kontakt mit Hunden oder Kaninchen aufblühten. Die Tiere anzufassen und zu erleben gefalle ihnen, das merke man auch an der Mimik und Gestik, an den leuchtenden Augen der Bewohner, die sich nicht mehr anderweitig äußern könnten, sagte Moser. Die Erfahrungen mit Tieren, aber auch mit Kindern oder Musik, könnten helfen, die Empfindungen von Demenzkranken fit zu halten.

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